Ohne Zügel verbunden

Lokales
Pressath
24.12.2014
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Die Geschichte von einem Mädchen, das zu ihrem Pferd fand, weil es lernte, es loszulassen.

Andrea schnupperte schon im Kindesalter Stallluft und ihre Eltern förderten sie. Bald kamen die Erfolge in Dressur und Springsport. Das Pony war bald zu klein. Ein größeres Pferd der nächste logische Schritt. Das ist fünf Jahre her.

Damals schien die Erfolgsgeschichte zu Ende. Die Stute Constanze und Andrea fanden nicht zueinander. Während Andreas Mutter super mit dem Pferd zurecht kam, wollte Andrea von dem etwas eigensinnigen Pferd kaum noch etwas wissen. Die Enttäuschung war groß, vier Jahre machten sich Ross und Reiter das Leben schwer, ein Verkauf stand im Raum.

Eine Pferdeshow brachte die Wende. Zum ersten Mal sah Andrea Freiheitsdressur. Ihr gefiel die Freude, die die Pferde ausstrahlten. Mit diesem Ansatz wollte sie Conny noch eine Chance geben. Sie verschlang Bücher zu dem Thema. Auf einmal war es da, das Feuer, das sie so vermisst hat. Conny und Andrea entdeckten sich auf einer neuen Ebene. Endlich hatte auch Andrea verstanden, dass es nicht am Pferd lag.

Das Tier übernahm die Rolle des Lehrmeisters und veränderte das Mädchen. Aus Lustlosigkeit wurde Freude, die Anspannung zur Losgelassenheit. "Jetzt arbeiten wir ein Jahr zusammen. Inzwischen klappt auch die klassische Reitweise." Sie sei mit ihrem Pferd zusammengewachsen. "Dieses Pferd hat mich an meine Grenzen gebracht", sagt Andrea. Harte Arbeit und Vertrauen waren die Lösung.
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