Pfarrei hält zusammen

Sitzen bleiben und die Seelen nachkommen lassen: Die Pressather befolgten, was ihnen ihr Pfarrer in der Predigt empfohlen hatte.
Lokales
Pressath
22.07.2015
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Eine Pfarrei macht sich einen schönen Tag: Obwohl beim Pressather Pfarrfest beinahe alle mitarbeiteten, blieb auch für alle genug Zeit, zu entspannen zu genießen.

Das Pfarrfest begann und endete mit einem Schauer: Dazwischen war alles perfekt. Dazu kamen Pfarrsaal und Weinstube als Ausweichdomizil. Unterm Dach der Stadtpfarrkirche hatte ein Festgottesdienst mit Pfarrer Edmund Prechtl den Tag eröffnet. Ein Kirchenzug der Vereine sorgte für Festlichkeit. Prechtl berichtete in seiner Predigt von einer Himalaya-Expedition. Die Träger wollten nach einer Rast nicht sofort aufbrechen. Sie müssten warten bis ihre Seelen nachkommen.

"Wir drängen auch oft zum Weitergehen. Tut es nicht Not, auch mal hocken zu bleiben, bis die Seele nachkommt?" Jesus habe die Apostel oft zum Sitzen und Zuhören aufgefordert. "Heute sind wir beisammen und dürfen warten, bis unsere Seelen nachkommen. Wir dürfen unsere Seelen in die Sonne des lieben Gottes halten und er schaut uns an, und wir dürfen ihn anschauen."

Pfarrgemeinderatssprecherin Renate Kneidl und Öffentlichkeitsausschuss-Vorsitzender Martin Graser dankten Vereinen und Helfern für ihre Unterstützung. Ein Pfarrfest könne nur gelingen, wenn alle mit anpacken. Das beginne schon bei der Planung. In den Dank schlossen sie Pfarrer Prechtl ein, der nicht nur den Zwiebelsud für die Fischsemmeln zubereitetet habe.

Aber nicht nur Fischessern bot das Pfarrfest Außergewöhnliches. Den Grillstand betreute die DJK um Vorsitzenden Sigi Rauch. Die Kaffeestube führte die KAB um Martha Magerl. Richard Wolf sorgte für immer frischen Kaffee. 44 Kuchen und Torten brachten die Spender in den Pfarrsaal. Um die Weinstube kümmerten sich Juliane Severin und ihr Frauenbund. Ein "Vergelt's Gott" richteten die Organisatoren ans Team der Kolpingfamilie mit Helmut Langhammer an der Spitze. Sie waren bei Auf- wie Abbau zur Stelle und kümmerten sich dazwischen um den Ausschank. "Auch die Stadt hat uns unterstützt", freute sich Kneidl, die auch dem Stadtverband für die Geräte dankte.

Gut an kam Alfred Brüderers gegrilltes Spanferkel. Die Pfarrjugend um Anja Gmehling sorgte für die Kinderunterhaltung. Außerdem übernahmen sie den Eisverkauf. Ins Schwitzen kamen Alfred Pravida und Robert Neuber. Mehrfach mussten sie die zirka 200 Stufen zum Kirchturm hinauf, um den Gästen einen Blick auf die Dächer der Stadt und aufs Storchennest zu gewähren. Reinhard Dobmeier und Bernhard Wolf kümmerten sich um die Kasse und verkauften die Bons. Pfarrsekretärin Margot Neukam war neben Bedienung auch für den Spanferkelverkauf zuständig.

Dankesworte richteten Kneidl und Graser an die Bedienungen. Und natürlich gehörte auch die Musik des Spielmannszugs, der Musikschule mit Dirigent René Bauer, das Trio um Günter Urban, Franz Burkhardt und Herbert Mückl sowie die Pressather Musikanten zum Erfolg. Musikalischer Höhepunkt waren die Pressather Musikanten unter Leitung von Martin Wolf, die bis nach 22 Uhr unterhielten. Heimgehen wollten aber danach noch viele nicht. So kam der Besuch der Weinstube und der angrenzenden Arkaden gerade recht.
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