Pilgern als Hochleistungssport

Am Ziel. Die Pressather Wallfahrer vor der Bergkirche am Mariahilfberg. Die Sonne machte die Strecke in diesem Jahr besonders schwer. Bild: nn
Lokales
Pressath
10.07.2015
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Seit mehr als 150 Jahren pilgern die Pressather zu Fuß zum Mariahilfberg nach Amberg. Heuer hielten 39 Teilnehmer die Tradition aufrecht. Die Sonne setzte den ihnen aber arg zu - den Rückmarsch bei beinahe 40 Grad absolvierten dann nur noch 16 Wallfahrer.

Stadtpfarrer Edmund Prechtl schickte die Wallfahrer mit dem Segen auf den über 70 Kilometer langen Weg. "Wir ziehen zur Mutter der Gnade" sangen sie zu Beginn des elfstündigen Marsches. Die Strecke führte über die Kahrmühle, Gmünd, Hütten und Kaltenbrunn nach Tanzfleck. Nach einer Rast ging es gegen 2.30 Uhr in einer warmen, klaren Nacht weiter über Freihung, Großschönbrunn und Atzmannsricht nach Gebenbach, wo ein Frühstück wartete. Ein Bus brachte die Pilger zum Amberger Bahnhof. Dort formierte sich der Zug, der den steilen Berg hinauf zur Kirche führte.

Ein weiterer Höhepunkt war der Wallfahrergottesdienst am Morgen in der Bergkirche. Dazu war auch Pfarrer Prechtl gekommen. Eine Eschenbacher Bläsergruppe unter der Leitung von Thomas Murr gestalte die Feier mit. Ihre Verbundenheit mit der Fußwallfahrt bekundeten etwa 50 Pressather, die mit einem Bus nach Amberg gefahren waren. Nach einer Stärkung marschierten 16 Wallfahrer gegen Mittag von Gebenbach nach Pressath. Wegen der Gluthitze musste die Gruppe einige zusätzliche Pausen einlegen. Kurz nach 21 Uhr erreichten die erschöpften Pilger den Heimatort. Unter Glockengeläute zogen sie in die Pfarrkirche ein, wo sie den Schlusssegen empfingen. Ihr Dank galt der Feuerwehr Zintlhammer, die einen Traktor als Begleitfahrzeug zur Verfügung gestellt hatte. Die Kosten hatte die Stadt übernommen.
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