Robert Neuber stellt Film über Kloster Speinshart vor
Viel Beifall für "Frucht und Erbe"

Robert Neuber (links) und Hans Walter sind die "Macher" des beeindruckenden Films über das Kloster Speinshart. Bild: mng
Lokales
Pressath
30.01.2015
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Seit mehr als acht Jahrhunderten prägt Kloster Speinshart die Region. Die Meilensteine dieser Zeit behandelt ein Dokumentarfilm Robert Neubers. Sein Werk zeigte der Filmemacher aus Zintlhammer auf Einladung des Pfarrgemeinderats und Heimatpflegebundes.

Von der wechselvollen Geschichte des Klosters Speinshart seit der Gründung 1145 erzählte "Frucht und Erbe" den rund 120 Zuschauern. Neuber produzierte den Film mit Hans Walter aus Kastl. Die beiden erklärten in Pressath, sie hätten Wert darauf gelegt, dass die rund 100 Mitwirkenden aus der Region stammen.

"Nur mit Hans Walter als Organisator und Regisseur war es möglich, das Projekt auf die Beine zu stellen", stellte Neuber nach der Begrüßung fest. "Viele Laiendarsteller haben zum Gelingen des Films beigetragen", lobte Neuber. Hans Walter berichtete als Organisationschef von der Herausforderung, 800 Jahre Geschichte in nur 50 Minuten zu packen.

Star der Produktion war Sebastian Hölz. Der bekannte Schauspieler erzählt die Geschichte der Chorherren, führt durch die Dokumentation und stellt die Verbindung zwischen den Szenen her. Im Mittelpunkt steht der letzte Klosterrichter Alois Tretter, ein Vetter von Abt Domenikus II. Hölz stellt in seiner Moderation die dramatische Schuldensituation des letzten Abtes vor der Säkularisation dar und verdeutlicht die Folgen der Enteignung von 1803 und die verheerenden Auswirkungen. "Frucht und Erbe" gewährt Einblick in Aufstieg, Fall und Wiederbesiedlung des Klosters.

Der Dokumentarfilm ist Neubers Bachelorarbeit an der OTH in Weiden. Ausdrucksstarke Bilder nehmen den Zuschauer mit auf eine Reise durch acht Jahrhunderte. Sie erleben Niedergang und Beschlagnahme des Klosters sowie die Amtsenthebung des Pfarrers von Eschenbach und dessen "Rauswurf" aus der Kirche.

Mit dem Wiedereinzug der Chorherren im Jahr 1921 - dem "Wunder von Speinshart" - endet der Film. Gefolgt von langanhaltendem Applaus.
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