Schilder druckreif

Lokales
Pressath
14.03.2015
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Schon ein Blick auf die umfangreiche Tagesordnung ließ keine kurze Sitzung erwarten. Bereits bei den ersten Punkten, aktuelles Beschilderungskonzept für örtliche Ziele und Gewerbebereiche sowie Schaffung eines behindertengerechten Zugangs zum Rathaus, hatten die Stadträte viel zu besprechen.

Rudolf Fuchs von der Verwaltungsgemeinschaft stellte am Donnerstag in der Sitzung im Dostlerhaus seine Entwürfe eines geschlossenen Konzeptes als Leitsystem für örtliche Ziele vor. Derzeit sei keine einheitliche Wegführung durch die immer wieder ergänzten und unterschiedlichen Beschilderungen erkennbar.

Keine Firmennamen

Auf Edelstahlrahmen sollen reflektierende Schilder künftig ein- oder beidseitig an bestimmten Knotenpunkten und abzweigenden Nebenstraßen auf wichtige Ziele hinweisen. Außer bei Ärzten und Apotheken sollen keine Firmennamen abgedruckt sein. Jede Tafel soll das Stadtlogo und die Pressather Silhouette tragen. Das Gremium einigte sich nach längerer Diskussion darauf, dass nach der Umstellung der Beschilderung jeder neue Nutzer mit dem Betrag von 100 Euro belastet werde. Bisherige Nutzer blieben kostenfrei, bei beidseitiger Beschriftung werde ein Aufpreis berechnet. Bestehende Schilder auf Privatgrund würden nicht angetastet, wenn der Besitzer diese erhalten wolle. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, alles Notwendige mit dem Straßenbauamt und dem Gewerbeverein abzuklären.

Das Rathaus soll künftig auch für behinderte Besucher leichter zugänglich werden. Tiefbauingenieur Michael Wagner vom Architekturbüro Schultes stellte seine Planungen für einen Übergang über den sogenannten Burggraben an der Rückseite unterhalb des Dostlerhauses vor. Nach einem Zuweg aus gesägten Granitplatten empfahl er eine Brückenkonstruktion, der mit einem rutschhemmenden Dauerholzbelag aus amerikanischer Sumpfkiefer versehen werden könnte.

Ein bestehendes Fenster an der Rathausrückseite werde durch eine automatische Flügeltüre ersetzt, die von einem kleinen Vordach geschützt werde. Für die Stahl-Holz-Konstruktion des Übergangs mit einer Breite von 2,50 Meter berechnete er Kosten von rund 20 000 Euro. Über die Gestaltung und Anordnung erforderlicher Behindertenparkplätze konnte nach eingehender Beratung ebenfalls Einigkeit erzielt werden.

Nicht alles überdachen

Stadtrat Norbert Höfer (CSU) mahnte jedoch eine ganzheitlichere Lösung der Parkplatzsituation im gesamten Bereich hinter dem Rathaus an. Dies wurde jedoch aus Kostengründen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Auch dem Wunsch von Stefan Brüderer (CSU) nach einer Überdachung des gesamten Übergangs wollten die Räte nicht entsprechen. Charlotte Hautmann (CSU) plädierte dafür, jeden Parkplatz zu erhalten, auch wenn der Zugang zur Brücke in Teilen als Parkfläche für Behinderte genutzt werden müsste.

Die Verwaltung soll die Gesamtmaßnahme einschließlich der Parkplatzsituation unter städtebaulichen Aspekten auf Förderfähigkeit prüfen.
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