"Schönste Amtshandlung"

Da wurde der Platz im Dostlerhaus knapp: 16 kleine Pressather kamen im zweiten Halbjahr 2014 zur Welt. Sie hieß die Stadt jetzt willkommen. Bild: bjp
Lokales
Pressath
06.02.2015
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Zum Jahresende zieht auch das Standesamt Bilanz. Wieder einmal zählte das Pressather Amt etwas weniger Kinder als im Vorjahr. Umso wichtiger nimmt es die Stadt, die kleinen Neubürger zu begrüßen.

Kleiner "Babyboom" an der Haidenaab: Um zehn Mädchen und sechs Buben verjüngte sich die Pressather Bevölkerung in der zweiten Jahreshälfte 2014. Darüber freute sich Bürgermeister Werner Walberer, der mit seinen Stellvertretern Maximilian Schwärzer und Wolfgang Graser sowie Vertretern der Feuerwehren Pressath und Dießfurt die jüngsten Stadtbürger und ihre Eltern im Dostlerhaus begrüßte.

Vor sechs Jahren beschloss der Stadtrat die 100 Euro Begrüßungsgeld. Dazu gibt es einen von Stadtrat Hans Forster gestifteten Rauchmelder und Plüsch-Feuerwehrmaskottchen "Grisu". Dies sei als Willkommensgruß für die Kinder und Anerkennung für den Mut der Eltern zu verstehen, unterstrich Walberer bei der "für mich schönsten Amtshandlung des Jahres". Denn jedes Kind bedeute ein Stück Zukunft für die Stadt: "Kinder sind die Existenzgrundlage jedes Gemeinwesens."

Zum Nutzen derer, für die Karriere und Vermögensbildung nicht die erstrangigen Ziele seien, wolle man Pressath zu einer noch kinder- und familienfreundlicheren Stadt machen: "Und das soll dieser Empfang ausdrücken." Für 2015 hoffe er auf noch mehr Arbeit für Storch und Standesamt: "2014 waren es 28 Neugeborene: leider vier weniger als 2013." Funktion und Handhabung des Rauchmelders erklärte der Vizekommandant der Feuerwehr Pressath, Ralf Schupfner. Vor allem nachts, wenn auch der Geruchssinn schläft, bewahre der unüberhörbare Alarm der Geräte vor dem Erstickungstod durch Rauchgase, die schnell tödlich wirkten.

Der kostenlose Rauchmelder sei als Denkanstoß zu verstehen, betonte Schupfner. Denn mit einem Gerät sollte man sich nicht begnügen. In allen Schlaf- und Kinderzimmern sowie Korridoren sollten die Lebensretter hängen: "Lieber ein Kuscheltier weniger und dafür einen Rauchmelder mehr." In Neubauten seien die elektronischen Wächter bereits jetzt, in älteren Gebäuden ab 2018 Pflicht.
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