Schulverband macht Hausaufgabe

Lokales
Pressath
05.05.2015
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Steigende Schülerzahlen, sinkende Umlagen. Josef Stocks Zahlen für den Schulverband Pressath klangen gut. Doch nicht nur dem Kämmerer ist klar, dass es für die Schule nach wie vor um die Zukunft geht.

(bjp) "Unsere Schule in Zeiten des demografischen Wandels krisensicher machen": Diese "Hausaufgabe" stellte sich der Schulverband in seiner Haushaltssitzung. Erfreulicherweise sei seit 2012 eine Zunahme der Schülerzahl von 266 auf zurzeit 282 zu verzeichnen, hielt Kämmerer Josef Stock fest. Durch eine beständige Modernisierung der Grund- und Mittelschule solle deren Attraktivität erhöht werden, wobei der Schulträger für Vorschläge von Schulleitung und Lehrerkollegium dankbar sei: "Wir haben im Haushalt für 2015 bereits viele Anregungen berücksichtigt."

Insgesamt 25 000 Euro sehe der Vermögenshaushalt für die Anschaffung neuen Mobiliars und technischer Geräte wie Notebooks und Beamer vor, berichtete Stock. Ins Auge gefasst sei auch ein Internetanschluss für die Grundschule. Da im Haushaltsjahr 2014 fast 80 000 Euro aus dem Verwaltungs- in den Vermögenshaushalt überführt worden seien, verfüge der Schulverband über genügend Rücklagen, um auf die Zahlung einer Vermögensumlage durch die Mitgliedsgemeinden Pressath, Schwarzenbach und Trabitz verzichten zu können. Zum Ausgleich des Verwaltungshaushalts, der die laufenden Kosten abdeckt, werde allerdings eine Verwaltungsumlage erhoben, die mit 1599,29 Euro je Schüler um gut 94 Euro unter der Vorjahresquote liege.

Dies entspreche einem Gesamtbetrag von 451 000 Euro (2014: 464 000), wovon die Stadt Pressath 388 628, die Gemeinde Schwarzenbach 35 184 und Trabitz 27 188 Euro trügen. Erfreulicherweise, so Kämmerer Stock, habe eine effizientere Schulbuslinienplanung die Schülerbeförderungskosten gesenkt. Das Gesamtvolumen des Haushaltsplans 2015 bezifferte der "Schatzmeister" auf 684 000 Euro (2014: 643 500), wovon 622 400 (2014: 618 500) auf den Verwaltungshaushalt entfallen. Oberstes Gebot bleibe eine solide, die Mitgliedskommunen nicht überfordernde Finanzplanung, zumal die weitere Entwicklung bestimmter Einnahmen wie der Landeszuschüsse zur Schülerbeförderung nicht abzusehen sei. Erfreulicherweise hätten Schulverband und Gemeinden mit Rektorin Ulrike Neiser eine "entschlossene Kämpferin für unsere Schule" an ihrer Seite.

Mit Blick auf die Attraktivität der Pressather Grund- und Mittelschule will das Schulgremium auch die Aufnahme in ein vom Freistaat bezuschusstes Pilotprojekt zur Erprobung von Ganztagsschulmodellen beantragen. Sollte die Schule für das Konzept "Offene Ganztagsschule im Kombimodell" vorgesehen werden, so stünden an Schultagen bis 18 Uhr sowie in den Ferien Betreuungsangebote zur Verfügung. Die Eltern müssten sich allenfalls an den Verpflegungskosten beteiligen. Die bewährte Mittagsbetreuung wolle man einbeziehen, betonte die Versammlung.

Noch vor den Sommerferien wollen Schulverband und Schulleitung die Brandschutz- und Sicherheitskonzepte fürs Schulhaus fertigstellen, hielt Schulverbandsvorsitzender Werner Walberer fest. Um eine Prüfung der neuen Schulbuslinien bat Andreas Reindl: "Die Fahrtzeiten haben sich teils empfindlich verlängert." Ärgerlich sei nach wie vor das undisziplinierte Parkgebaren mancher Eltern, wenn sie ihre Kinder zur Schule brächten oder abholten. Einhellig schloss sich der Schulverband der Bündelausschreibung des Bayerischen Gemeindetags für den Bezug von Ökostrom ab 2017 an. Er folgt damit dem Beispiel der Verwaltungsgemeinschaft und ihrer drei Gemeinden, so dass eine kostensparende gemeinsame Teilnahme aller fünf Institutionen möglich ist.
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