Sommerfest im Altenheim: Heiße Feier bei kühlen Getränken
Bühnenmagie und Bauchtanz

Dezent "verheißungsvolle" Anmut ohne laszive Frivolität ist das Geheimnis des orientalischen Bauchtanzes. Diese Kunst zeigten vier Tänzerinnen der Schlammersdorfer Gruppe "Jealalas" in Vollendung. Bild: bjp
Lokales
Pressath
07.08.2015
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Schwarzer Anzug, flinke Finger und kesses Mundwerk: Souverän und gewandt "verzauberte" Marius Koslowski sein Publikum beim Sommerfest des Altenheims Sankt Josef. Die Fingerfertigkeit kommt nicht von ungefähr, denn seit seinem fünften Geburtstag, als er den ersten Zauberkasten geschenkt bekam, übt sich der 15-jährige Pressather in der Kunst der Bühnenmagie. Obendrein vervollkommnet er sein Fingerspiel seit Jahren als Trompeter bei der Stadtkapelle Eschenbach und im Jugendbläserensemble der Musikschule Vierstädtedreieck.

Die zerrissene und doch "unkaputtbare" Zeitung, die wundersame Heilung des kranken Seils Hänschen, das aus dem Eierbecher in die Hosentasche "gebeamte" Ei, eine Kostprobe Telepathie und schließlich der sich erst in einen keineswegs falschen Fünfziger wandelnde und dann ins Innere einer Zitrone wandernde Fünf-Euro-Schein: Auch genaues Hinschauen offenbarte nicht, wie's geht. Keine Frage, dass es Senioren und Heimpersonal an Beifall für den gewitzten Hobby-Magier nicht fehlen ließen.

Auf ganz andere Art "bezauberten" Lea Fehlner, Anne Sophie Pecher, Anna Pittner und Melanie Thaller vom Schlammersdorfer Bauchtanzensemble "Jealalas" ihre Zuschauer. Dass die anmutigen orientalischen Tänze in prachtvollen, züchtig-sinnlichen Gewändern so gut ankamen, freute auch Trainerin Annika Fehlner, die zu den Mitbegründerinnen der vor zwölf Jahren aus einem Volkshochschulkurs hervorgegangenen Gruppe zählt. Zur Gaudi der Gäste, unter die sich Stadtpfarrer Edmund Prechtl, Bürgermeister Werner Walberer und Seniorenbeauftragter Albert Butscher gemischt hatten, trugen außerdem acht Mitarbeiter und Gönner des Heims in einem Sägewettbewerb bei.

Ihn gewann das Duo Tanja Recht und Christian Fuchs: Sie verfehlten die Aufgabe, von einem Stamm ein exakt ein Kilogramm schweres Holzstück abzusägen, um nur 30 Gramm. Für die Heimmitarbeiter war dies ein zusätzlicher kleiner Grund zum Feiern, nachdem sie vor Kurzem die Prüfungen als Wohnbereichsleiterin und Pflegedienstleiter mit 1,0-Bestnoten bestanden hatten. Mit Schlager- und Volksmusik-Evergreens begleitete die Hauscombo "Eh und Je" alias Franz Burkhard, Herbert Mückl und Günter Urban durch den Nachmittag, den das Küchenpersonal mit Pflaumenkuchen versüßte. Begeistert resümierte Bürgermeister Walberer: "So eine Veranstaltung bestätigt, welch gute Arbeit hier geleistet wird. Wir alle, ob Bürger oder Verwaltung, wissen, was wir an euch haben."
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