Stadt sucht Anschluss

Lokales
Pressath
30.10.2014
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Endlich klare Ansagen: Bei der Bürgerversammlung bot sich den Pressathern ein Blick in die Breitbandzukunft. Dann könnten die heute Abgehängten bald die besten Anbindung haben.

Schnelle Strippe statt langer Leitung: Im Sommer 2016 soll nach dem Willen der Stadtverantwortlichen die "chronische Datenverstopfung" in den Ortsteilen enden. Bei der Bürgerversammlung (wir berichteten) skizzierte Manfred Gebhardt vom Regensburger Planungsbüro IK-T den Stand der seit April 2013 laufenden Planungen.

Gute Nachrichten hatte er für die abgelegensten Ortsteile. Aus technischen Gründen werde erwogen, in einzelnen Gebiete schon jetzt Glasfaserleitungen zu den Häusern zu verlegen. Insbesondere für den Raum Friedersreuth/Herzogspitz böte sich dies an: "Um die Weiler mit 30 bis 50 Megabit zu erschließen, wären viele Kabelverzweiger nötig. Ein Verzweiger kostet etwa 50 000 Euro, es ist nicht auszuschließen, dass sich diese Investition für den Netzbetreiber als unrentabel erweist und die neue Infrastruktur nach Ablauf der vorgeschriebenen siebenjährigen Bindungsfrist abgeschaltet wird." Eine direkte Anbindung mit Glasfaser erlaubt den Haushalten theoretisch bis 200 Megabit Übertragung.

Auch für Hessenreuth, Pfaffenreuth und Kahrmühlgebiet seien diese Lösungen denkbar, wobei das letzte Wort bei den Fernmeldeunternehmen liege. Wer auf eine Umstellung seines Hausanschlusses auf Glasfaser keinen Wert lege, werde dazu nicht gezwungen, betonte Gebhardt auf Anfrage: "In solchen Fällen wird das Glasfaserkabel nur bis zur Grundstücksgrenze verlegt, eine spätere Umrüstung des Hausanschlusses ist jederzeit möglich."

Und die Kosten? Mit Fördermitteln von maximal 900 000 Euro dürfe die Stadt rechnen, informierte der Referent. Aus der Stadtkasse blieben "im Idealfall" 100 000 Euro zu tragen. Wie hoch dieser Eigenanteil letztlich ausfalle, wisse man nach Abschluss des Ausschreibungsverfahrens in etwa vier Monaten. Im Übrigen, so Gebhardt, könnte es auch nach dem Ausbau Anwesen geben, die noch nicht mit mindestens 30 Megabit versorgt würden. Doch würden auch sie von der Kapazitätserhöhung profitieren. Überdies laufe parallel der Ausbau der LTE-Hochleistungsfunknetze.
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