Stell- und Spielplätze

Lokales
Pressath
15.01.2015
5
0

Einträchtig und effektiv ins neue Jahr, Pressaths Bauausschuss macht's vor. Ohne Diskussionen arbeitete das Gremium in seiner ersten Sitzung eine Reihe von Punkten ab.

"Business as usual" im Bauausschuss: Zügig verlief die erste Sitzung, in der es unter anderem um Parkplätze und Biogasanlagen ging.

• Ohne Gegenstimmen billigte das Gremium die Befestigung desSeitenstreifens bei der Tierarztpraxis in Döllnitz durch Rasengittersteine. Hierdurch würden nicht nur für Praxisbesucher, sondern auch für Teilnehmer an Veranstaltungen im "Dorfhäusl" neue Parkplätze geschaffen, so dass die Dorfgemeinschaft profitiere.

• Handlungsbedarf sehen Bürgermeister Werner Walberer und die Ausschussmitglieder bei der Parkplatzsituation am Friedhof. Der Eigentümer der Anwesens Bahnhofstraße 41 (Bahnhofsgaststätte) habe sich beklagt, dass Friedhofsbesucher auf seinem Privatgrund parkten, und um Abhilfe nachgesucht. Der Bauausschuss war sich jedoch mit Walberer einig, dass die Absperrung eines Privatgrundstücks Sache und gutes Recht des Eigentümers sei. Bauamtsmitarbeiter Johann Zitzmann erinnerte daran, dass gemäß der Stellplatzverordnung die Kirchengemeinde als Friedhofseigentümerin Parkplätze stellen müsste. Walberer versprach, mit Stadtpfarrer Prechtl über eine Lösung zu sprechen.

• Begrüßt wurde die Anregung Bernhard Stangls (SPD), den Spielplatz beim Haus der Vereine neu zu gestalten und einige veraltete Geräte zu ersetzen. Der SPD-Ortsverein ist "Pate" der Anlage. Stangl sagte zu, Angebote für Spielgeräte einzuholen und ein Konzept erstellen zu lassen.

• Für dringliche Verputzarbeiten am Haus der Vereine wird die Stadtverwaltung die Kosten, für die Beseitigung der Gehwegschäden an der Hauptstraße beim Seniorenheim Zuschussmöglichkeiten ermitteln.

• Keinen Einwand erhob der Ausschuss gegen die von Markus und Anita Götz geplante Vergrößerung ihrer überwiegend mit Maissilage und Rindergülle betriebene Biogasanlage in Pfaffenreuth. "Wenn wir die Wende zu regenerativer Energieerzeugung wollen, dann gilt: wer A sagt, muss auch B sagen", betonte zweiter Bürgermeister Max Schwärzer (CSU). Nach seiner und Werner Walberers Überzeugung wäre es freilich wünschenswert, wenn der Gesetzgeber etwa durch Einführung einer Fruchtfolgepflicht die umstrittenen Mais-Monokulturen eindämmte.

• Endgültig abgelehnt wurde die bereits im Oktober 2014 erörterte Umwandlung des Gewerbegebiets West und des Industriegebiets Döllnitz in Innerortsbereiche mit Tempo 50, da bürokratischer Aufwand und denkbare Fördernachteile bei Straßensanierungen in keinem Verhältnis zum Nutzen stünden. So merkte Norbert Höfer (CSU) mit Blick auf die Eschenbacher Straße an, dass dort bereits jetzt 60 Stundenkilometer vorgeschrieben seien: "Jene Autofahrer, die sich daran nicht halten, werden sich auch kaum um eine stadtauswärts versetzte Ortstafel und das damit verbundene Tempo 50 kümmern."

• Keine Notwendigkeit sah das Gremium, die elektronische Schließanlage der Turnhalle mit beträchtlichem Kostenaufwand auf die mehr als 20 Innenraumtüren auszuweiten.

• Im Jahresrückblick zum Schluss der Sitzung stellte Johann Zitzmann unter anderem fest, dass die Toilette am "Kiesibeach" auch im Winter insbesondere von Paketdienstfahrern häufig genutzt werde. Die Entscheidung, das "Häusl" in der ruhigen Jahreszeit offenzuhalten, habe sich mithin als richtig erwiesen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Januar 2015 (7957)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.