Stühlerücken bei der SPD

Lokales
Pressath
10.06.2015
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Die Pressather SPD braucht einen Stadtrat. Weil Hans Forster sich zurückzieht, wird ein Platz in der Fraktion frei. Gut möglich, dass nicht der erste Kandidat auf der Liste das Amt übernimmt.

(wüw) Im Stadtrat kündigt sich ein Wechsel in der SPD-Fraktion an. Nach sieben Jahren im Gremium hat Hans Forster um die Entlassung aus dem Ehrenamt gebeten. "Ich bedaure das sehr", kommentiert Bürgermeister Werner Walberer die Entscheidung. Forster selbst möchte sich nicht zu seiner Entscheidung äußern. Er verweist lediglich auf seine angeschlagene Gesundheit als Grund für seine Entscheidung.

Sollte der Stadtrat Forsters Rückzugsbitte am Donnerstag annehmen, steht laut Tagesordnung Reinhard Seidler auf der Nachfolgerliste ganz oben. Ob der tatsächlich in den Stadtrat einzieht, scheint eher fraglich. Zwar wollte er sich am Dienstagabend nicht endgültig festlegen: "Offiziell hat mich noch keiner gefragt." Allerdings verheimlicht er nicht, dass er derzeit wenig Motivation für die Aufgabe aufbringt.

Vor einigen Wochen hat er das Führungsamt beim Pressather Fähnlein übernommen, die Aufgabe fordere ihn sehr. "Wir bereiten unser Jubiläumsfest am 20. und 21. Juni vor." Viel Zeit für die Familie lasse die ehrenamtliche Aufgabe ohnehin nicht. Vor allem aber mache auch ihm die Gesundheit in den letzten Monaten sehr zu schaffen. "Deshalb kann ich mir im Moment nicht vorstellen, das Amt anzunehmen."

Damit kommt Andrea Göhl ins Spiel. Sie steht hinter Seidler auf der Liste der SPD-Nachrücker. Auch sie möchte sich nicht öffentlich festlegen, bevor der offizielle Weg zur Nominierung beschritten ist. Grundsätzlich könne sie sich vorstellen, das Amt zu übernehmen. "Aber es ist schon viel passiert", sagt Göhl. Deswegen wolle sie abwarten, bis eine offizielle Anfrage kommt.
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