Über Zukunft verhandeln

Die Herbstruhe lässt nicht erahnen, wie belebt der Dießfurter Badesee in der Sommerzeit ist. 2017 endet der Nutzungsvertrag zwischen der Stadt Pressath und den Staatsforsten. Über das weitere Vorgehen wird demnächst verhandelt. Bild: bjp
Lokales
Pressath
07.11.2015
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Bürgermeister Werner Walberer will wissen woran er beim Freizeitsee Dießfurt ist. Bis Ende November soll sich die Staatskanzlei erklären. Sollte es zu keiner Einigung kommen, brachte er bei der Bürgerversammlung eine Rückgabe an den Freistaat ins Spiel.

Bis 2017 gilt der Nutzungsvertrag zwischen Stadt und Staatsforsten für das Freizeitsee-Areal. Die Stadt verhandele intensiv über eine Übernahme der fast 80 Hektar informierte Werner Walberer bei der Bürgerversammlung.

Klarheit erhofft er sich von einem Gespräch in der Staatskanzlei am 25. November: "Thema wird die Überlassung des dem Freistaat gehörenden Geländes zu günstigen Bedingungen sein." Erbringe die Unterredung kein Ergebnis, müsse der Stadtrat entscheiden, ob der Nutzungsvertrag verlängert wird. Nicht ausschließen mochte Walberer, dass sich die Stadt "auf unseren Kiesi-Beach konzentrieren und aus dem Freizeitsee-Vorhaben zurückziehen" könnte.

Der kleine und mittlere See sind bereits aus der bergrechtlichen Aufsicht entlassen, für den großen See nahe der Bundesstraße 470 stehe dies in vier Jahren bevor. Als gedeihlich und wirkungsvoll wertete Walberer die Zusammenarbeit von Pressath, Grafenwöhr und Schwarzenbach bei der Geländepflege. Die verursache den drei Kommunen beträchtliche Arbeit, denn die Kehrseite des guten Besucherzuspruchs sei eine nicht unbeachtliche Vermüllung.

Als "abschreckendes Beispiel" hatte der Bürgermeister eine Aufnahme von dem am 4. Juli eingesammelten Unrats mitgebracht. "Das ist keineswegs nur den amerikanischen Besuchern zuzuschreiben", verwahrte sich Walberer gegen Vorurteile. Mittelfristig könnte es der Freizeitsee zu überregionaler Bedeutung bringen, doch sei dies nur mit einer Erschließung des Areals zu erreichen. Um hierfür einen Investor zu gewinnen, würde die Stadt gern freie Hand als Eigentümerin haben.
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