Vier teils kuriose Vorfälle in drei Tagen: Polizei Eschenbach auf den Straßen der Region schwer ...
Die Woche der seltsamen Unfälle

Lokales
Pressath
06.11.2015
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Sekundenschlaf, Niesanfall, Tabletten: Mit recht ungewöhnlichen Unfallursachen hatten es die Beamten der Eschenbacher Polizei in dieser Woche zu tun. Die Klassiker Alkohol und Drogen gab es als Zugabe. Nach vier Unfällen vermeldet die Polizei eine leicht verletzte Frau und 18 500 Euro Schaden.

Einen 20-Jährigen aus dem westlichen Landkreis Neustadt/WN überkam Mittwochnacht auf der B 299 von Grafenwöhr in Richtung Pressath die Müdigkeit. Das Auto geriet aufs Bankett. Nach 100 Meter über den Grünstreifen überfuhr er ein Schild und einen Verteilerkasten. Den Schaden an Auto und Kasten gibt die Polizei mit 7000 Euro an. Die 15-jährige Beifahrerin blieb wie der Fahrer unverletzt, allerdings erwartet ihn eine Anzeige wegen Straßenverkehrsgefährdung.

Hellwach und doch nicht Herr der Lage war ein US-Soldat am frühen Donnerstagmorgen. Weil er nach eigener Aussage heftig niesen musste, krachte er bei Schwarzenbach auf der B 470 in das Heck des Peugeot 206 einer 36-Jährige. Sie hielt an einer Baustellenampel, wegen des Niesanfalls schaffte der 33-jähriger Amerikaner das nicht mehr rechtzeitig. Die Frau erlitt leichte Verletzungen und begab sich selbst zum Arzt. Der Unfallverursacher blieb unverletzt. Den Gesamtschaden an beiden Fahrzeugen gibt die Polizei mit 6000 Euro an. Der Peugeot musste abgeschleppt werden.

Bereits am späten Mittwochnachmittag hatte ein Autofahrer in der Weidener Straße in Pressath einen geparkten Lkw übersehen. Der Brummi war ordnungsgemäß gekennzeichnet. Dass der Rentner dennoch ins Heck krachte, könnte am Alkohol gelegen haben. Die Polizeibeamten bemerkten einen verdächtigen Geruch und ordneten eine Blutentnahme an. Der unverletzte Fahrer war alleine im Auto - zum Glück. Ein Beifahrer wäre vermutlich schwerverletzt worden, schreibt die Polizei. So blieb es beim Schaden von 4000 Euro. Weil die Eschenbacher Streifen bereits beschäftigt waren, halfen hier die Kemnather Kollegen aus. Die Feuerwehr Pressath übernahm die Absicherung. Auch hier laufen Ermittlungen.

Kein Alkohol, aber Medikamente spielten am Dienstag eine Rolle, als es auf der B 299 zwischen Tanzfleck und Kaltenbrunn zu einem Unfall kam. Gegen 20 Uhr räumte eine Autofahrerin dort auf einer Strecke von drei Kilometern mehrere Begrenzungspfosten ab. Zuletzt rutschte ihr Mercedes nach rechts in den Graben. Die 50-Jährige aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach machte bei der Unfallaufnahme einen verwirrten Eindruck,vorsorglich brachte sie das BRK ins Krankenhaus Amberg. Die Polizei stellte bei fest, dass die Frau unter Medikamenteneinfluss stand. Ein Staatsanwalt ordnete eine Blutentnahme an. Das Auto musste abgeschleppt werden, der Schaden liegt laut Polizei bei 1500 Euro. Auch hier steht eine Straßenverkehrsgefährdung im Raum.

Rechtzeitig vor einem Unfall zogen die Beamten in der Nacht zum Freitag schließlich eine US-Amerikanerin aus dem Verkehr. Bei einer Kontrolle gegen 1.45 Uhr gab sie in der Neuen Amberger Straße zu, "einige Tequila" getrunken zu haben. Es waren ein paar zu viel: Mit über einem Promille musste die 30-Jährige ihren BMW stehen lassen und stattdessen zur Blutentnahme.
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