"Vogelwuid" und narrisch

Lokales
Pressath
27.06.2015
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"Vogelmayer" ist seit zehn Jahren auf den Bühnen Bayerns Daheim. Er trägt neben selbstverfassten, in bayerischer Mundart gesungenen, politischen und gesellschaftskritischen Liedern auch kabarettistische Anekdoten vor. Am 18. Juli gastiert er in Pressath mit seinem aktuellen Programm "Spiegelbilder".

"Vogelmayer" ist das Pseudonym des Straubinger Liedermachers Thomas Mayer. Mit seinen bissigen und teils radikalen Texten gelingt dem Poesie-Piraten der gekonnte Spagat zwischen bissigem Kabarett und derber Komik, seine Lieder regen zum Nachdenken an und sorgen auch immer für vergnügliche Heiterkeit beim Publikum. Den Auftritt sollten sich Liebhaber des frechen Wortwitzes und der exotischen Kleinkunst keinesfalls entgehen lassen. Wenn sich der "Vogelmayer" mit seiner Gitarre bewaffnet, schlagen die Texte seiner Lieder wie Geschosse bei den Zuhörern ein.

Er singt und erzählt davon, dass in der Welt betrogen werde und dass dies eigentlich keinen interessiert. Er singt von Einigkeit, Recht und Freiheit für alle Menschen und ruft dazu auf, dass die Welt die aller Menschen sei und nicht nur die von Politikern, Banken und internationalen Konzernen. Vogelmayer bezeichnet sich selbst als "oberderben, vogelwilden und bayerisch-narrischen Liedermacher. Inspiriert durch "Freidenker" und "Grenzsprenger" - weltweit und epochenunabhängig - will er über das singen, worüber sich keiner etwas zu sagen traut. Also singt Thomas Mayer über Papst Benedikt XVI., über die Gerechtigkeit der Alten, über freie Gedanken, den Tag der Toten, aber auch über Ausländer und über Heuchelei. Auf seiner jüngsten CD "Vogelmayer - Vogelperspektive" grüßt er sogar alle Kranken und Perversen.

Oberderb und vogelwild. Dennoch versichert der Vogelmayer: "Mit meinen Liedern und deren Inhalte will ich keinesfalls die Gefühle anderer Menschen verletzen". Auch würde es ihm widerstreben, "das Missfallen anderer zu erregen". Vielmehr wolle er die Menschen zum Nachdenken anregen und auf vorhandene Missstände in der Welt hinweisen. Wörtlich sagt er: "Meine gesellschaftskritischen, sowie sozial und politisch ambitionierten Texte behandeln die großen Probleme der Welt und die kleinen des Einzelnen."

Am Samstag, 18. Juli, tritt der bayerische Musik-Kabarettist im Musikcafé Hitchcock auf. Beginn ist um 20 Uhr. Der Eintritt ist frei. Bei schönem Wetter findet das Konzert im Biergarten statt, bei schlechtem Wetter drinnen.
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