Vom Kassenverwalter zum -prüfer

Mit einem "Chill-out-Wein" verabschiedete Gewerberingvorsitzende Charlotte Hautmann Schatzmeister Joachim Sertl. Bild: bjp
Lokales
Pressath
25.03.2015
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Vor zwei Jahren setzte sich Joachim Sertl als Chef der Sparkasse in Pressath zur Ruhe, nun gab er den etwas kleineren Kassenschlüssel beim Gewerbering ab. Bei der Nachfolge erlebten die Mitglieder ein Déjà-vu.

"Der Gewerbering steht auf solidem Fundament." Zufrieden äußerte sich Joachim Sertl über den Werdegang des vor 24 Jahren gegründeten Gewerbevereins, dessen Entwicklung er als Schatzmeister von Anfang an mitgestaltete. Ob "Bürgerinformant" oder Einkaufsgutscheine, Weihnachtsmarkt oder PEGA: Die Arbeitsgemeinschaft von Gewerbetreibenden und Freiberuflern in der Haidenaabstadt habe viel Bleibendes geschaffen.

Mit erfahrenen Kräften an der Spitze soll es auch in den kommenden drei Jahren erfolgreich weitergehen. Einstimmig bestätigten die Hauptversammlungsteilnehmer im Gasthof Heining die Vorsitzende Charlotte Hautmann und Stellvertreter Eckhard Bodner. Einen Personenwechsel gab es an der "Kasse": Michael Schelkshorn, der vor zwei Jahren Joachim Sertl als Sparkassen-Filialleiter nachfolgte, übernahm auch das Amt des Schatzmeisters. Sertl bleibt dem Vorstand mit Maximilian Weyh als Kassenprüfer erhalten.

Umfangreich fiel Charlotte Hautmanns Bericht zum zurückliegenden Vereinsjahr aus, in dem unter anderem die bisherigen Papier-Einkaufsgutscheine durch solche im Scheckkartenformat abgelöst wurden. "Die Gutscheine sind jetzt fälschungssicherer, wiederverwendbar und passen in den Geldbeutel", zählte die Vorsitzende die Vorteile auf. Seit der Einführung im Advent 2010 seien Einkaufsgutscheine im Wert von rund 100 000 Euro verkauft worden, ergänzte Joachim Sertl: "Das ist Kaufkraft, die in der Stadt geblieben ist."

Auch die zum Tag des Kunden am 19. und 20. September angebotenen Gewerbering-Stofftragetaschen kämen gut an, freute sich Hautmann. Sorgenkind bleibe der Skapuliermarkt im Juli. In der heißen Jahreszeit kämen weder Käufer, noch Standbetreiber. Für dieses Jahr erhoffe man sich mehr Interesse, weil der Markttermin mit dem Pfarrfest zusammenfalle. Einen mindestens ebenso großen Zuspruch wie im Vorjahr, als rund 200 Kinder teilnahmen, wünschte sich Hautmann für die laufende Osteraktion.

Hierfür liegen in den Geschäften Teilnahmebögen aus, in die die Kinder die Zahl der bunten "Glückskäfer" in den Schaufenstern eintragen sollen. Der ausgefüllte Bogen muss bis zum 27. März in einem der teilnehmenden Geschäfte abgegeben werden, die am 28. März gezogenen Gewinner erhalten tags darauf in der Tankstelle Hautmann Osternester und Geschenke als Preise. Als großen Erfolg wertete Charlotte Hautmann die von Gewerbering und Arbeitsagentur Weiden unterstützte Ausbildungsmesse (wir berichteten).

Kein Verständnis brachte die CSU-Stadträtin für jene auf, die sich an der Vierstädtedreieck-SPD als Veranstalter störten: "Wichtig ist allein, dass solche Veranstaltungen stattfinden, die nicht zuletzt die Handwerksberufe wieder mehr ins Bewusstsein der Jugend rücken." Zu erwägen sei, die Ausbildungsmessen mit der regionalen Gewerbeschau zu verbinden. Als Schritt in die richtige Richtung schätzte Hautmann die Modernisierung des Einkaufszentrums PEZ, auch wenn sie den Wegfall der Ladenpassage bedauere. Ein herber Verlust sei die Schließung des Schuhgeschäfts Schmucker: "Das war eine schockierende Nachricht."
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