Wald im Wandel

Bürgermeister Werner Walberer bedankte sich bei Martin Gottsche und Moritz Neumann für die gute Zusammenarbeit. Bild: xs
Lokales
Pressath
24.10.2015
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Alles ändert sich, auch der Wald. Was sich in Pressaths Stadtwald so tut, erklärten die zuständigen Fachleute nun Bürgermeister, Verwaltung und Stadtrat: Weniger Nadeln und mehr Laub.

Zum Ortstermin im Stadtwald hatte das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Bürgermeister Werner Walberer und den Stadtrat geladen. Forstamtsrat Martin Gottsche und Forstdirektor Moritz Neumann informierten die Pressather Abordnung, was sich im Kommunalwald tut.

Gottsche hat mit der Stadt einen Forstwirtschaftsplan für die nächsten 20 Jahre erstellt. Der städtische Wald hat eine Gesamtfläche von 55,2 Hektar, allerdings stark zersplittert. Die Stadt besitzt viele kleine nicht zusammenhängende Waldstücke.

Dort wachsen zu 81 Prozent Nadelbäume, vor allem Kiefern und Lärchen (65 Prozent) sowie Fichten (16 Prozent). Laubhölzer machen 19 Prozent aus. Dabei liegt der Anteil der Eichen und Buchen bei 5 Prozent. Insgesamt steht ein Holzvorrat von 12 120 Festmeter bei einem jährlichen Zuwachs von 277 Festmeter. Als Ziel gibt der Plan nur mehr 60 Prozent Nadelhölzer vor. 25 Prozent sollen Fichten und Tanne, 35 Prozent Douglasien Kiefern und Lärche ausmachen. Die 40 Prozent Laubholz sollen sich aus 20 Prozent Buche, 10 Prozent Eiche und 10 Prozent sonstige Laubhölzer zusammensetzen. Für die Bewirtschaftung ist ein Hiebsatz von 230 Festmetern pro Jahr vorgesehen, aufgeteilt in 45 Prozent Vornutzung und 55 Prozent Endnutzung bei einer Umtriebszeit von 125 Jahren. Die Holzernte übernehmen Harvestern durch Maschinenring und Selbstwerber.

Nach den theoretischen Ausführungen ging es dann in den Wald. Hier erläuterten die Forstfachleute die Maßnahmen zum Waldumbau und zur Waldverjüngung. Auch dort erklärten sie, dass es im Körperschaftswald um mehr als wirtschaftliche Interessen geht: Standortgemäße, naturnahe, gesunde, leistungsfähige und stabile Wälder zu schaffen, das seien die Ziele. Hierzu gehört vor allem die Möglichkeit der natürlichen Verjüngung. Dazu sei eine auf "artenreichen und gesunden Wildbestand ausgerichtete Bejagung nötig". Diese Maßnahmen dienen dem Erhalt und Verbesserung der Schutz- und Erholungsfunktion sowie der biologischen Vielfalt und der Steigerung der Holzerzeugung und Haltung der notwendigen Holzvorräte.
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