Weihbischof Richard Pappenberger feiert in Pressath das Hauptfest mit der Marianischen ...
Gleichnisse für den Glauben

Lokales
Pressath
15.06.2015
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Weihbischof Richard Pappenberger hat am Sonntag die Christen aufgerufen, nicht fürs Museum zu glauben. Ihre Überzeugungen und Werte würden in die Welt und in ihren Alltag gehören. Das Gotteshaus war voll besetzt, als er, begleitet von weiß-blauen Marienbannern, einzog: Die Marianische Männer-Congregation (MMC) Nord feierte in der Pfarrkirche Sankt Georg ihr Hauptfest.

Zu den Klängen der Jugendblaskapelle der Musikschule Vierstädtedreieck setzte sich zuvor bei herrlichem Sonnenschein der Kirchenzug vom Erzbischof-Schwemmer-Platz zur Stadtpfarrkirche in Bewegung. 18 Fahnenabordnungen der Vereine und Verbände bezeugten die Verbundenheit. Konzelebranten waren der Stadtpfarrer Edmund Prechtl, MMC-Zentralpräses Monsignore Thomas Schmid so wie Diakon Georg Hösl. Musikalisch umrahmte den Gottesdienst der Kirchenchor unter der Leitung von Günther Hösl, eingangs mit dem Lied "Maria dich lieben".

In seiner Predigt hob der Bischof hervor, dass Hauptfeste stets Gleichnisse für den Glauben seien. "Gott will nicht, dass wir zugrunde gehen und wir sollten die Gewissheit haben, dass es stets weitergeht und etwas Gutes auf uns zukommt", so seine Überzeugung. "Die Liebe ist Ausdruck für Glaube und Hoffnung. Sie hat die Macht, die Erde zu verändern. Wo Gott eingreift, da kann sogar aus dem abgebrochenen Zweig der Zeder neues Leben sprießen."

So habe Papst Franziskus als Bote des Glaubens anlässlich seines Besuches in der bosnischen Hauptstadt Sarajevo die Kriegsstimmung in der Welt beklagt und zu Frieden aufgerufen. Er sorge sich angesichts zahlreicher Konflikte um den Frieden in der Welt und die aktuelle Lage erinnere ihn an einen Krieg, der Stück für Stück ausgetragen werde. Nie wieder dürfen Menschen angegriffen und das Leben zertrampelt werden.

Die Schöpfungsordnung müsse geachtet werden, forderte Pappenberger. "Alles, was wir glauben, gehört nicht ins Museum, sondern muss in die Welt hinausgetragen werden. Immer wieder feiern wir ein Fest des Glaubens und die Gottesmutter wird uns dabei helfen. Vertrauen wir darauf, dass der Glaube ein Körnchen ist, das mächtig auswächst und, dass der Friede mit uns bleibt", folgerte der Bischof.

In einem feierlichen Akt nahm der Bischof im Anschluss drei Neusodalen aus dem Bezirk in die Marianische Männer-Congregation auf. Zuvor hatten die ihre Bereitschaft bekundeten, in die MMC-Gemeinschaft aufgenommen zu werden, um im Geiste und nach dem Vorbild Mariens ein Leben aus dem Glauben zu führen. Anschließend segnete der Bischof die Medaillen, die die Sodalen als äußeres Zeichen ihrer Mitgliedschaft tragen werden. Nach dem Gottesdienst ging es in den Pfarrsaal zum Mittagessen und zum Festkonvent mit Ehrung langjähriger Mitglieder. Mit einer gemeinsamen Andacht endete das Fest am Nachmittag.
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