"Wenn zwei sich streiten"

15 Buben und Mädchen aus den Klassen fünf bis sieben hat Eva-Maria Ficker (vorne rechts) zu Streitschlichtern ausgebildet. Rektorin Ulrike Neiser (rechts) und Elternbeiratsvorsitzende Petra Hennemann (links) lobten das Engagement. Bild: nn
Lokales
Pressath
22.11.2014
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Als "Streitschlichter-Schule" darf sich die Grund- und Mittelschule bezeichnen. Zu verdanken hat sie das 15 Schülern, die sich zu Streitschlichtern ausbilden ließen. Sie vermitteln nun, wenn Schulkameraden aneinandergeraten.

Wie sie dann Frieden stiften können, erklärte ihnen Betreuungs- und Klassenlehrerin Eva-Maria Ficker. Sie leitet auf Schulamtsebene einen Arbeitskreis, der sich mit der Thematik befasst. Bei der Verteilung der Zertifikate präsentierten die Teilnehmer bei einer Demonstration das Gelernte.

Laut Eva-Maria Ficker sollen die Streitschlichter Bedrohungen, Beschimpfungen und körperliche Gewalt von Grund auf verhindern. Als neutrale Dritte sollen sie zur Lösung alltäglicher Konflikte beitragen. "Alle Beteiligten sollen hinterher zufrieden sein und sich in die Augen schauen können." Das Motto lautete: "Wenn zwei sich streiten, hilft ein Dritter." Die Streitschlichter seien keine Richter, die entscheiden, sondern Vermittler. Sie sollen den Streitenden helfen, selbst eine Lösung zu finden. Sie wollte den Schülern vermitteln, wie sie Ursachen für Konflikte erkennen können, sagte Ficker.

Grundlegende Kenntnisse über Kommunikationsprozesse und Schlüsselkompetenzen wie aktives Zuhören standen im Mittelpunkt. Weitere Schwerpunkte waren Neutralität, Verschwiegenheit, richtige Einschätzung der Betroffenen und eine bewusste Körpersprache.

Schulung in der Freizeit

Die 20 Unterrichtseinheiten absolvierten die Jungen und Mädchen hauptsächlich in der Freizeit. Mit Eva-Maria Ficker verteilte Rektorin Ulrike Neiser elf Diplome und vier vorläufige Bescheinigungen. Neiser dankte den Kindern für ihr Engagement und betonte, dass es keine Selbstverständlichkeit sei, für die Allgemeinheit etwas Sinnvolles zu tun. Lob und Anerkennung gab es auch von Elternbeiratsvorsitzender Petra Hennemann, die mit einem sogenannten Fröbel-Turm das Projekt unterstützt.
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