Wieder mehr Pressather

Lokales
Pressath
27.10.2014
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Die Zahl der Einwohner steigt. Diese erfreuliche Mitteilung machte das Pressather Stadtoberhaupt Werner Walberer bei der Bürgerversammlung im Pfarrsaal. Doch nicht nur gute Botschaften gab es zu vermelden.

"Die Bürger unserer Stadt stehen im Mittelpunkt unserer Arbeit", betonte Werner Walberer zu Beginn der Bürgerversammlung. Besonders freute sich der Rathauschef, dass es seit einigen Jahren wieder mehr Personen werden, derer sich Stadtverantwortliche, Vereine und Institutionen annehmen dürfen.

Attraktiv für alle

Waren vor vier Jahren noch 4664 und im letzten Jahr 4676 Menschen mit Erst- oder Zweitwohnsitz gemeldet, so sind es jetzt 4696. "204 Personen sind im Laufe des Jahres zugezogen, nur 156 weggezogen", berichtete Walberer dem rund 80-köpfigen Auditorium. Damit das so bleibe und auch die Zahl der Hochzeiten und Geburten wieder steige (Kasten), arbeite man nach Kräften daran, die Stadt für alle Generationen attraktiver zu machen. Ein wichtiger Schritt sei die Verbesserung des Kindergartenangebots: "Dank der Umbaumaßnahme bestehen jetzt drei Krippengruppen mit 36 Plätzen." Auch die Routenführung des Kindergartenbusses sei optimiert worden. An etwaigen Defiziten aus dem Betrieb der katholischen Tagesstätte beteilige sich die Stadt mit 80 Prozent, merkte Walberer an.

Schule steht gut da

Gut stehe es ebenfalls um die Grund- und Mittelschule: "Sie ist in einem hervorragenden Zustand und stellt sich den Herausforderungen der Zukunft." So verfüge das Gebäude nicht nur über eine zeitgemäße Wärmedämmung, sondern auch über einen barrierefreien Zugang. Nicht zu vergessen sei die engagierte "Elterninitiative Mittagsbetreuung", deren Angebote zurzeit 54 der 274 Schüler nutzten.

Gegenwärtig sei die Sanierung einiger Toilettenanlagen im Gange, die Neugestaltung des Schulhofs solle baldmöglich folgen. Hohes Ansehen habe sich auch die Musikschule erworben, die jetzt von acht Gemeinden mitgetragen werde.

Als richtig habe sich die einst umstrittene Entscheidung für den Umbau der alten Turnhalle zur Stadthalle erwiesen: "Die Halle wird von der Bevölkerung rege angenommen." Inzwischen verfüge sie über eine Küche mit großer Spülmaschine sowie über eine neue Möblierung mit 40 Tischen und 500 Stühlen. "Diese Möbel werden allerdings nicht verliehen", stellte der Bürgermeister klar.

Gewaltige Anstrengungen

Gestellt seien auch die Weichen für einen ebenso behutsamen wie effektiven Rathausumbau: Insbesondere solle das Amtsgebäude einen behindertengerechten Zugang über den Dostlerplatz sowie eine öffentliche Toilette erhalten, das nicht mehr zeitgemäße Großraumbüro im Erdgeschoss solle fünf kleineren Einzelbüros weichen. Immer schwieriger gestalte sich der Straßenunterhalt, beklagte Walberer: "70 Kilometer Gemeindestraßen verlangen gewaltige Anstrengungen, die staatlichen Zuweisungen sind jedoch rückläufig. Daher wird man sich oft mit Ausbesserungsarbeiten behelfen müssen." Die laufende Altstadtsanierung werde aber fortgeführt: Die Tulpenstraße sei instandgesetzt, der Abschnitt "Hupferberg" mit Erneuerung von Straße, Wasserleitung und Kanalisation werde im November fertig, die Abschnitte "Hinter der Mauer" und "Östliche Frankengasse" sowie der "Entlastungsparkplatz Ost" folgten 2015.

An geplanten Straßenverbesserungen nannte Walberer ferner den zweiten Bauabschnitt der Winterleitenstraße zwischen Hausnummer 28 und Kapellenweg und den Ausbau der Verbindungsstraße zwischen Pfaffenreuth und der Kreisstraße NEW 25, nachdem man heuer die Straße zwischen Döllnitz und der NEW 5 neu asphaltiert habe.

Baulücken schließen

Festhalten wollen die Stadtverantwortlichen an ihrem Entschluss, eine weitere Ausdehnung von Neubausiedlungen ins Umland zu vermeiden. Stattdessen sollen vorrangig Baulücken im Stadtkern geschlossen werden. Überhaupt bleibe die Neubelebung der Stadtmitte ein vordringliches Anliegen, sagte Walberer.

Nach wie vor auf der Agenda sei die Verwandlung der oberen Reinwaldstraße in einen Marktplatz. Fördergelder stünden hierfür noch bei der Regierung zum Abruf bereit, und die Stadt hoffe, dass die Verhandlungen um den nötigen Erwerb eines Gebäudes bald abgeschlossen werden könnten.
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