"Zeit, Druck herauszunehmen"

Mit einem Gutschein für gesundheitsförderliche Massagen verabschiedeten Dirigent Martin Wolf (rechts) und der neue Vorsitzende des Musikvereins, Andreas Kiener (links), den bisherigen "Chef" Martin Murr (mit Gattin Michaela) in den "Unruhestand". Bild: bjp
Lokales
Pressath
28.01.2015
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Fast zehn Jahre lang spielte er die "erste Geige" im Vorstand des Musikvereins. Aus privaten Gründen tritt Martin Murr nun ins zweite Glied zurück. Er bleibt den Pressather Musikanten aber als Klarinettist, Saxofonist und "Mann für alle Fälle" treu.

"Es war einfach Zeit, etwas Druck herauszunehmen", begründete Murr in der außerordentlichen Mitgliederversammlung im Haus der Heimat seine Entscheidung. Für ihn rückt der bisherige "Vize" Andreas Kiener an die Vereinsspitze; ihm zur Seite steht künftig Uli Bär.

Dirigent Martin Wolf, der die Laudatio auf den scheidenden "Chef" hielt, zeigte Verständnis: "Der Vorsitzende ist immerhin Ansprechpartner und Verantwortlicher für alle Vereinsangelegenheiten; er spricht Auftrittstermine ab und hält den Kontakt zu Behörden, zum Stadtverband und zu vielen anderen Institutionen."

Diese Aufgaben habe Martin Murr mit großem Einsatz und Erfolg wahrgenommen und den Musikverein "in schwierigen Zeiten angeschoben und vorwärts gebracht". Vor zehn Jahren seien die Pressather Musikanten außerhalb der Haidenaabstadt wenig bekannt gewesen, blickte Wolf zurück.

Vor allem durch die Erweiterung des Repertoires, attraktive Veranstaltungen wie Starkbierfest, Open Air und Museumsfrühschoppen sowie durch gezieltes Knüpfen von Kontakten zur Musikschule und zu Vereinen in der Region habe sich dies alsbald geändert. Zielstrebig erneuert habe die Kapelle auch Bühnentechnik, Trachten und Corporate Identity.

Nur gemeinsam geht's

"Ich hoffe, ein gut bestelltes Feld zu hinterlassen", bilanzierte Martin Murr und bat alle Mitglieder, seinen Nachfolger Andreas Kiener "so treu zu unterstützen wie mich". Nur durch gemeinsame beständige Arbeit werde der Musikverein sein in gut 60 Jahren erworbenes Ansehen bewahren: "Die Bevölkerung schätzt unsere Musik, doch viele machen sich keine Vorstellung, wie viel an Vorbereitungen und Proben dahinter steckt."

Andreas Kiener dankte den Mitgliedern für die einstimmige Wahl. "Weil ich in Pressath verwurzelt bin und bei uns eine vorbildliche Kameradschaft herrscht, übernehme ich für den Verein und die Kapelle gern die Verantwortung." Die besten Wünsche zum Stabwechsel überbrachte Dominik Kormann, der stellvertretende Vorsitzende des Stadtverbands.
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