Zeit zum Handeln

Während der Klausurtagung stand für die CSUler die Besichtigung der "Sandgasse" zwischen Dießfurt und der alten B 470 auf dem Programm. Bild: is
Lokales
Pressath
17.02.2015
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Nicht in Wildbad Kreuth, sondern "nur" in der "Sandgasse" in Dießfurt hielt die Pressather CSU ihre Klausurtagung ab. Vor allem die Entwicklung der Stadt und die Sicherung des Schulstandorts war den Christsozialen ein Anliegen.

Klausurtagungen von Stadtratsfraktionen sind ein bewährtes Instrument, um Bilanz zu ziehen, alternative Lösungen abzuwägen, Konflikte zu besprechen oder Visionen für die Zukunft zu entwickeln. Es hat sich gezeigt, dass diese kompakte Beratungsform erfolgreich sein kann. Bei der Klausurtagung der Pressather CSU standen die Stadtentwicklung und die damit verbundene Sicherung des Schulstandortes im Mittelpunkt.

Damit eng verbunden ist das Problem der fehlenden Baugebiete. "Das Angebot der Stadt, die Kommune für Bauwillige attraktiver zu machen, muss Vorrang genießen", unterstrichen die Mandatsträger unter der Leitung von Fraktionssprecher Norbert Höfer. Nur durch städtisches Bauland könnten familienpolitische und soziale Komponenten angewandt werden, die sich auf die Kaufentscheidung junger Familien positiv auswirken werden. Gesprächsthema waren wiederholt Abschläge auf den Kaufpreis entsprechend der Kinderzahl oder die Förderung von Erbbaurechten. Wie wichtig das Problem sei, untermauere die Tatsache, dass nur noch zwei Bauplätze im Besitz der Stadt sind. Die CSU habe Bürgermeister Werner Walberer gebeten, mit Grundstückseigentümern zu verhandeln, um mehr Spielraum in Bezug auf Bauland zu haben.

Verwirrung bei Anliegern

Breiten Raum nahm die Diskussion der vor sechs Jahren aufgestellten Liste der geplanten Straßenbaumaßnahmen ein. Hinter einigen der damals vorgesehenen Baumaßnahmen - wie die Rosenstraße, die Ortsverbindungsstraße zwischen Pfaffenreuth und Eichelberg oder die Brücke über die Naab bei der Kahrmühle - konnte ein Haken gesetzt werden. Neue Maßnahmen sollten ins Auge gefasst werden. Vor allem bei der Winterleiten Straße, über die schon 2010 diskutiert worden war, herrsche bei den Anliegern Verwirrung. Es sei notwendig, die Anlieger abermals zu informieren und in die Überlegungen einzubinden. Gemeinsam solle eine akzeptable Lösung gesucht werden. Die Mehrheit der Grundstückbesitzer sollte dahinter stehen. Stadtrat Stephan Brüderer regte an, auch die "Sandgasse" in Dießfurt in die Sanierungsmaßnahmen aufzunehmen. Deshalb machten sich die Fraktionsmitglieder vor Ort ein Bild vom Zustand der Straße. "Eine Verbesserung ist dringend nötig", war der einhellige Tenor. Wegen des geplanten Freizeitsees bei Dießfurt machten sich die CSUler Gedanken über eine ungefährliche Verbindung vor allem für Radfahrer. "Hier muss eine sichere Anbindung geschaffen werden."

Eventuell komme eine Tunnelverbindung ähnlich der "Unterführung" in Kastl in Betracht. Bei der Aussprache über die Fortentwicklung der Stadthalle brachte eine Abordnung der Jungen Union Anregungen vor. Hierbei hinterfragten die jungen Christsozialen die Beleuchtung des Zugangsweges von der Pfarrer-Bock-Straße ebenso kritisch, wie die Ausschilderung oder eine Veränderung des Ein- und Ausgangbereiches.

Einig waren sich alle, dass es einer vernünftigen Lösung bedarf, damit die Stadthalle auch in Zukunft genutzt werden kann. Bei der Professor-Dietl-Anlage und dem Kriegerdenkmal müsse etwas geschehen. Dabei sollten der Heimatpflegebund, die Krieger-und Soldatenkameradschaft und der Obst-und Gartenbauverein mit "ins Boot" geholt werden. Denkbar wäre eine Umgestaltung des Denkmals, da es im Lauf der Jahre recht unansehnlich geworden sei, kritisierten die Christsozialen.
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