Zügig ins Grüne

Die Agilis fährt direkt zur Landesgartenschau. Denn die Züge aus Weiden, die bisher nach Bad Rodach fuhren, biegen nun in Bayreuth Richtung Weidenberg ab. Archivbild: bkr
Lokales
Pressath
01.12.2015
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Schneller, öfter, direkter. Agilis stellt am 13. Dezember seinen Fahrplan um. Zwischen Weiden und Bayreuth sind die Züge dann 12 Minuten schneller. Und auch Gartenfreunde dürfen sich freuen.

(räd) Die Agilis-Züge zwischen Weiden und Bayreuth benötigen für die 59 Kilometer lange Strecke zwischen beiden Städten ab 13. Dezember etwa 12 Minuten weniger. Dies teilte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) mit, die den Zugverkehr in Bayern plant und finanziert. Außerdem wird die bisher bis nach Bad Rodach bei Coburg führende Linie in Bayreuth gebrochen. Künftig werden die Weidener Züge überwiegend nach Weidenberg durchgebunden.

Bis vor den Eingang

Davon haben auch Gartenfreunde etwas, so sie denn im kommenden Jahr mit dem Zug zur Landesgartenschau nach Bayreuth fahren. Denn die Agilis-Züge von und nach Weiden halten im kommenden Jahr direkt am Eingang zur Landesgartenschau am Haltepunkt St. Georgen. Wer allerdings Richtung Neuenmarkt-Wirsberg, Kulmbach oder Lichtenfels will, muss dann umsteigen. "Die Fahrgäste profitieren von besseren Anschlüssen in den Knotenbahnhöfen und kürzeren Reisezeiten", kündigt die BEG an. Vor allem für die Strecke Weiden-Bayreuth und hier den Abschnitt Kirchenlaibach-Weiden kündigt die BEG einige Verbesserungen an. In Weiden könnten Fahrgäste bessere Anschlüsse zwischen Agilis und der Oberpfalzbahn nutzen. So ergeben sich erstmals stündliche Verbindungen zwischen Bayreuth und Regensburg mit einer Reisezeit von zwei Stunden. Auch die Anschlüsse in Weiden Richtung Norden hätten sich damit verbessert. Weil die Agilis-Züge künftig außerdem nicht mehr auf die Regional-Express-Züge Nürnberg-Hof/Eger warten, sind sie künftig nur noch rund 50 Minuten zwischen Weiden und Bayreuth unterwegs - bisher waren es 60 Minuten.

Weniger erfreut sein dürften Fahrgäste, die bislang in Kirchenlaibach von der Weiden-Bayreuther Strecke auf die Züge Richtung Nürnberg oder Hof umgestiegen sind: Für sie gibt es nur noch am Morgen direkte Anschlüsse, ansonsten empfiehlt ihnen die BEG die Weiterfahrt nach Bayreuth oder die Route über Weiden. "Das überarbeitete Zugangebot fokussiert unsere knappen Finanzmittel noch stärker auf die Fahrgastbedürfnisse und vernetzt Oberfranken und die Oberpfalz enger auf der Schiene", wird BEG-Geschäftsführer Johann Niggl in einer Pressemitteilung zitiert. Zwischen Bayreuth und Kirchenlaibach fährt zum Fahrplanwechsel zu weiten Tageszeiten jede halbe Stunde ein Zug.

Möglich wird dies durch die versetzte Zeitlage der Züge, die von Bayreuth jeweils über Kirchenlaibach nach Hof und Weiden fahren. Davon profitiere auch der Raum Immenreuth/Neusorg durch mehr Direktverbindungen - sowohl durch Direktverbindungen nach Bayreuth als auch durch Anschlüsse in Kirchenlaibach an den Regional-Express nach Nürnberg sowie die Agilis-Züge Richtung Weiden. Auch der Anschluss Bayreuth - Eger kann hergestellt werden.

Schülerzüge unverändert

Der Taktfahrplan zwischen Bayreuth und Weiden wird in beiden Richtungen ab 8 Uhr um rund eine halbe Stunde verschoben - außer im Schülerverkehr: Der Schülerzug fährt in Weiden erst um 13:23 Uhr ab. In Bayreuth liegen Ankunft und Abfahrt von beziehungsweise nach Weiden zur vollen Stunde, in Weiden ist die Ankunft grundsätzlich zur Minute 49 und die Abfahrt zur Minute 7.
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