Barrierefreier Zugang zum Rathaus
Nicht nur ein Wort

Unauffällig und doch ein Barrierenbruch: der neue behindertengerechte Rathauseingang mit Steg und elektrischer Tür. Von links bei der Einweihung: Johann Zitzmann (Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft), Ingenieur Michael Wagner, Bürgermeisterin Carmen Pepiuk (Trabitz), Bürgermeister Thorsten Hallmann (Schwarzenbach), Architekt Klaus Stiefler und Bürgermeister Werner Walberer (Pressath). Bild: bjp
Politik
Pressath
07.10.2016
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Der Herbst - eine Zeit des Verharrens und Ausruhens? Zumindest für die Pressather Stadtbehörden gilt dies nicht.

Einen sichtbaren Schritt hin zu mehr Flexibilität und Offenheit vollzog die Verwaltung bereits mit dem zum 1. Oktober eingeführten donnerstäglichen "Dienstleistungsabend" und der Freischaltung des Internet-Serviceportals (wir berichteten).

Mit der Öffnung des neuen barrierefreien Rathauszugangs hätten Stadt und Verwaltungsgemeinschaft eine weitere wichtige Etappe auf diesem Weg zurückgelegt, bekräftigte Bürgermeister Werner Walberer beim Einweihungsfestakt am Dienstag. Mit "überschaubarem finanziellem Aufwand" und einem Minimum an Eingriffen in die historische Bausubstanz habe man "Menschen mit Behinderung, älteren Menschen und Familien mit Kindern" den Zugang zur "Anlaufstelle für eine Vielzahl von Anliegen" erleichtert.

"Wir wollen das Wort 'Barrierefreiheit' nicht nur im Mund führen, sondern ihm Gestalt geben", unterstrich Walberer. Diesem Bestreben komme auch symbolpolitische Bedeutung zu, denn immerhin sei das Rathaus "Inbegriff gemeindlicher Politik und kommunaler Selbstverwaltung" im demokratischen Staat: "Ab jetzt kann die Verwaltung auch Menschen begrüßen, denen es bisher nur schwer oder gar nicht möglich war, unsere wichtigsten Dienststellen im Erdgeschoss mit Rollstuhl, Gehhilfe oder als Eltern mit Kinderwagen zu erreichen."

Alles in allem, so das Stadtoberhaupt, habe die Stadt 142 000 Euro für die barrierefreie Umgestaltung des Erdgeschosses einschließlich der Einrichtung einer behindertengerechten öffentlichen Toilette aufgewandt. 60 Prozent dieser Kosten würden durch einen Zuschuss aus der Städtebauförderung abgedeckt, für dessen Bewilligung Walberer der Oberpfälzer Regierung dankte. Sein Dank galt auch der Behindertenbeauftragten beim Landratsamt Neustadt, Johanna Meier, und dem städtischen Seniorenbeauftragten Albert Butscher sowie Altbürgermeister und VdK-Ortsvorsitzenden Anton Gareis für die konstruktive Begleitung der Maßnahme.

Nicht unerwähnt ließ Walberer, dass Planung und Realisierung des Umbaus durchweg in den Händen regionaler Firmen, Ingenieur- und Beratungsbüros gelegen hätten. Den letzten Schliff erhalte der neue Eingang in den nächsten Tagen mit der Montage eines Glasdachs. Für 2017 beabsichtige die Stadt die Renovierung des Treppenhauses und eine Fassadenverschönerung. Mit einem kleinen Umtrunk im Dostlerhaus schloss die Einweihungsfeier.
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