Bauausschuss Pressath
Stadt putzt Baumbestand aus

Das nennt man wohl kontraproduktiv: Die Krone einer Linde in der Schlehenstraße hat längst die Leuchteinheit einer direkt daneben aufgestellten Laterne zugewuchert. Der Bauausschuss befürwortete die Fällung des Baumes - auch wegen dessen fragwürdiger Sturmfestigkeit. Bild: bjp
Politik
Pressath
10.09.2016
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Ein Baum raubt das Licht einer Laterne. Licht ins Dunkel bringen soll eine radikale Methode: Der Baum muss weg.

Da konnten die Bauausschussmitglieder und Bürgermeister Werner Walberer nur mit den Köpfen schütteln: Kaum zweieinhalb Meter voneinander entfernt platzierte man beim Bau der Schlehenstraße eine Laterne und eine Linde vor der Grenze zwischen den Grundstücken Nummer 4 und 6. Was unschwer vorauszusehen gewesen wäre, ist längst eingetreten: Die Baumkrone umwuchert die Leuchteinheit und verschluckt weitgehend deren Licht.

Gleiches Schicksal


Deshalb, aber auch wegen der zunehmend zweifelhaften "Sturmfestigkeit" des Baums befürworteten die Ausschussmitglieder dessen Fällung. Das gleiche Schicksal wird vier Bäume an der Buchbergerstraße ereilen. Zwei davon sind schadhaft, zwei weitere wuchern mit ihren Wurzeln in ein Privatgrundstück hinein. Ein abgestorbener Baum beim Haupteingang des "Hauses der Heimat" wird beseitigt, wenn im kommenden Jahr der Entlastungsparkplatz Nord neben dem Museum gebaut wird.

Entfernt werden schließlich ein Baum an der Grenze des Spielplatzes "Hinter dem Tannenberg", dessen Krone in ein Nachbargrundstück hineinragt, und ein kranker Baum am Friedhofseingang.

Verlegung der Haltestelle


Neu eingefriedet wird der Zintlhammerer Spielplatz: Ein Doppelstabzaun wird den lädierten Maschendrahtzaun ersetzen. Noch keine Entscheidung traf der Bauausschuss über eine Verlegung der Schulbushaltestelle in Zintlhammer. Der jetzige Standort des Wartehäuschens an der Feuerwehrhauszufahrt wird unter anderem wegen des Abstands zum eigentlichen Haltepunkt an der Hauptstraße als ungünstig empfunden.

Vorläufig ins Auge gefasst hat das Gremium eine Verlegung zum Ortsende Richtung Pressath gegenüber Haus Nummer 2, doch will die Verwaltung im Benehmen mit der Dorfgemeinschaft prüfen, ob eine noch günstigere Platzierung möglich wäre.
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