Gegen Beratungsresistenz
Bauausschuss berät über Verkehrsüberwachung

Noch attraktiver soll der "Kiesibeach" für Kinder werden. Der Bauausschuss befürwortete die Erstellung eines Plans für einen neuen Spielplatz. Als erster Schritt soll beim Kiosk eine Wasserspielanlage aufgebaut werden. Bild: bjp
Politik
Pressath
08.02.2016
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Die Mitglieder des Bauausschusses sind sich einig: Gegen uneinsichtige Autofahrer muss härter vorgegangen werden. Doch auch die weiteren Themen haben es in sich: Attraktionen für Kinder und das Verantwortungsbewusstsein von Hundehaltern standen auch auf der Tagesordnung.

"Trotz der Kontrollen und Verwarnungsgelder zeigen sich einige Fahrer notorisch beratungsresistent": Das von manchen Automobilisten demonstrierte lässige Verständnis der Spielregeln für den "ruhenden Verkehr" beklagte zweiter Bürgermeister Max Schwärzer (CSU) in der Februarsitzung des Bauausschusses. Mit noch effizienteren Kontrollen durch die kommunale Verkehrsüberwachung solle die Stadt den von Falschparkern mitunter heraufbeschworenen Behinderungen und Gefährdungen endlich wirksam einen Riegel vorschieben, waren sich die Ausschussmitglieder einig.

Mehr Ordnung


Gerade in der Altstadt mit ihren engen Straßen sei Falschparken kein bloßer Schönheitsfehler, gab Bernhard Stangl (SPD) zu bedenken. Jedoch solle die Verkehrsüberwachung bei den Bürgern keinesfalls den Eindruck erwecken, dass "die Stadt partout eine Kostendeckung dieses Dienstes erreichen" wolle. Max Schwärzer kündigte an, dass die Stadtverwaltung den Überwachungsdienst auf bekannte Gefahrenstellen hinweisen werde, die schwerpunktmäßig kontrolliert werden sollen. In einer schriftlichen Stellungnahme ergänzte das Ordnungsamt der Verwaltungsgemeinschaft, dass auch die Polizeiinspektion Eschenbach zugesagt habe, von Zeit zu Zeit Streifenfahrzeuge durch die nordöstliche Altstadt patrouillieren zu lassen und gegebenenfalls Verwarnungen zu erteilen.

Einen Beitrag zu mehr Ordnung will die Stadt auch mit drei zusätzlichen Hundekotbeutel-Automaten leisten, die beim Kinderspielplatz in der Tannenbergsiedlung sowie in den bei Spaziergängern beliebten Gebieten in der Flur "Scheibe" und unweit der Kläranlage aufgestellt werden sollen. Die Ausschussmitglieder betonten, dass sie auf eine rege Nutzung dieser wie auch der anderen Beutelspender im Stadtgebiet hofften, zumal Hundekot gesundheitsgefährdend sei.

Man zähle deshalb auf das Verantwortungsbewusstsein der Hundehalter, damit nicht nur Spielplätze, Grünanlagen und Straßen, sondern auch Acker- und Weideflächen nicht durch die leidigen "Tretminen" verunreinigt würden.

Einhellig begrüßte der Bauausschuss den Vorschlag Johann Zitzmanns vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft, die Freizeitanlage "Kiesibeach" mit einer Wasserspielanlage am Ufer beim Kiosk aufzuwerten. "Derartige Anlagen sind beliebte Attraktionen für Kinder", wusste zweiter Bürgermeister Schwärzer. Zudem sei das Spielgerät umweltfreundlich: "Es besteht aus Recycling-Kunststoff und wurde mit dem Umweltsiegel 'Blauer Engel' ausgezeichnet." Zustimmung fand Bernhard Stangls Vorschlag, als nächsten Schritt am "Kiesibeach" eine größere Kinderspielanlage zu schaffen, und Schwärzer beauftragte das Bauamt mit der Erstellung eines Planentwurfs.

BauanträgeKeine Einwände erhob das Gremium gegen die Bauanträge von Diana Schwemmer (Errichtung eines Carports, Pressath), Sandro und Sabine Mirwald (Bau einer Doppelgarage, Riggau) sowie Karl Plössner (geänderter Tekturplan für Neubau eines Milchviehlaufstalls, Riggau). (bjp)
Derartige Anlagen sind beliebte Attraktionen für Kinder.Zweiter Bürgermeister Max Schwärzer über die Aufwertung der Freizeitanlage "Kiesibeach" mit einer Wasserspielanlage am Ufer beim Kiosk
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