Gemeinderatssitzung Trabitz
Grünes Licht für grünes Band

Bei den Gemeinderatssitzungen in Schwarzenbach und Trabitz (Bild) und der Stadtratssitzung Pressath stellte Ortsplaner Klaus Stiefler das erweiterte Konzept für die interkommunale Kooperation im Haidenaabtal vor. Bild: bjp
Politik
Pressath
23.05.2016
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Auf das "grüne Band" der Wälder und Auen längs der Haidenaab als verbindendes Wahrzeichen setzen die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Pressath seit 2013. In diesem Zeichen steht auch das aktualisierte Konzept der "Interkommunalen Zusammenarbeit Haidenaabtal". Das stellte Ortsplaner Klaus Stiefler in den jüngsten Sitzungen der drei Kommunen vor.

/Schwarzenbach/Trabitz. Mit einem einhelligen Ja zu dem 86-seitigen Skript bekräftigte das kommunale Kleeblatt zugleich seine bewährte Partnerschaft, die es vor 41 Jahren mit der freiwilligen Gründung der Verwaltungsgemeinschaft (VG) knüpfte und vor drei Jahren mit dem ersten "interkommunalen Entwicklungskonzept" festigte. Seither sei bereits einiges verwirklicht, anderes auf den Weg gebracht worden, freute sich Stiefler. Beispielhaft nannte er die Modernisierung des Pressather Rathauses, den Umbau des früheren Trabitzer Sägewerksgeländes zur Gemeinschaftshalle mit Festplatz sowie die Weichenstellungen für den Schwarzenbacher Dorfladen und die "bauliche Ertüchtigung" des Pressather Hauses der Vereine, aber auch die Schaffung überkommunaler Einrichtungen wie Musikschule und Seniorengemeinschaft.

Vieles davon, so Stiefler, habe nur realisiert werden können, weil sich die drei Kommunen für die Kooperation miteinander und mit den übrigen Gemeinden des "Kooperationsraums Vierstädtedreieck" entschieden hätten. Dadurch hätten sie auch Fördermittel erschlossen, für deren Vergabe eine übergemeindliche Allianz Voraussetzung sei. Namentlich verwies der Architekt auf das Bundes-Städtebauförderprogramm "Kleinere Städte und Gemeinden" als wertvolle Ergänzung zur grundlegenden bayerischen Städtebauförderung. Zentrales Ziel sei, die Attraktivität der ländlichen Haidenaabregion durch ein vielseitiges, koordiniert aufgebautes Angebot an "Infrastruktureinrichtungen" nachhaltig zu erhöhen und so seine Zukunft zu sichern.

"Im Vordergrund stehen die Sicherstellung der Daseinsvorsorge und die Positionierung des Gemeindeverbunds als Freizeit- und Naherholungsschwerpunkt", präzisierte Stiefler diese Zielsetzung. Das Haidenaabtal verfüge "mit seiner Vielzahl unterschiedlicher Gewässerformen wie Flussläufen, Weihern und Triebwerkskanälen über ein beträchtliches naturräumliches Potenzial für Freizeit, Naherholung und Tourismus", und es biete sich an, insbesondere Trabitz und den Raum Dießfurt/Pechhof "mit jeweils unterschiedlichen, einander ergänzenden Schwerpunkten" weiterzuentwickeln. Das Projekt des "Freizeitzentrums Dießfurt" als "Wassersporterlebniszentrum" solle konsequent weiterverfolgt werden, empfahl Stiefler.

Demgegenüber solle sich Trabitz als "Naturerlebnisort" mit Naturwanderwegen rund um den idyllischen Heindlweiher und durch das Grünbachtal positionieren. Weitere Projekte seien unter anderem die noch engere Einbindung des VG-Gebiets in überregionale Rad- und Wanderwegnetze und die Gestaltung der zentralen Plätze in Pechhof und Dießfurt als Aufenthalts-, Verweil- und Informationsorte für Gäste wie Einwohner.
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