Gestaltungskonzept für Bahnhaltepunkte
Bahnhöfe "funktional ertüchtigen"

Verkehrsknotenpunkte und Identitätsstifter: Den Bahnhöfen von Pressath (Bild), Schwarzenbach und Trabitz kommt eine Schlüsselrolle im "Haidenaabtal"-Kooperationskonzept zu. Im Pressather Bahnhof, den die Stadt vor zwei Jahren erwarb, könnte ein regionales Informationszentrum entstehen. Bild: bjp
Politik
Pressath
24.05.2016
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Zu einladenden touristischen Einstiegspunkten sollten die drei Bahnhöfe aufgewertet werden, riet Ortsplaner Klaus Stiefler. Ein gemeinsames Gestaltungskonzept für die Bahnhaltepunkte und ein einheitliches touristisches Informationssystem sollten die Zusammengehörigkeit der Haidenaabtalgemeinden unterstreichen.

/Schwarzenbach/Trabitz. Nicht nur den Besuchern, sondern auch den einheimischen Pendlern käme eine "funktionale Ertüchtigung" der drei Bahnhöfe durch Pendler- und Radfahrerparkplätze, Verleihstationen für E-Bikes sowie Ladestellen für Elektrofahrzeuge zugute, betonte der Referent bei der Vorstellung des ergänzten Kooperationskonzepts für die Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft (VG) Pressath in den Stadt- und Gemeinderatssitzungen.

Ferner regte er die weitere Aufwertung des Pressather Rathauses zum barrierefreien "interkommunalen Bürgerbüro" und die Einrichtung einer regionalen Informationsstelle im Pressather Bahnhof an. Den Trabitzern legte er nahe, die Idee eines Dorfladens nicht aus dem Blick zu verlieren.

Für die "weniger mobile Bevölkerung" der drei Kommunen, insbesondere in deren äußeren Ortsteilen, könnten auch Hol- und Bringdienste etwa zu Geschäften, Arztpraxen oder Bahnhöfen organisiert werden. Zudem, so Klaus Stiefler, wären in Schwarzenbach und Trabitz regelmäßige Sprechstunden von Ärzten und Therapeuten denkbar.

Mit Blick auf das "Handlungsfeld Kultur" sollte die Pressather Stadthalle weiter aufgewertet, das jetzige Dießfurter Feuerwehrhaus in ein Dorfgemeinschaftshaus verwandelt, der Schwarzenbacher Pfarrhof zum "Bürger- und Kulturhaus" umgewidmet und der architektonisch wertvolle Trabitzer Heindlhof pädagogischen und kulturellen Zwecken dienlich gemacht werden.

Hierdurch und durch eine noch engere Zusammenarbeit der Vereine im VG-Gebiet entstünde ein Netz verschiedenartiger, unterschiedlich nutzbarer kultureller Einrichtungen und Angebote, die allen drei Gemeinden zugutekämen. Grundsätzlich sei es das Ziel des übergemeindlichen Konzepts, ein vielseitiges und für alle "VG-Bürger" auf kurzen Wegen erreichbares Spektrum an "Infrastruktureinrichtungen" zu schaffen, ohne dass jede Gemeinde ein "volles Programm" an Angeboten vorhalten müsse: "So werden kostspielige Doppelstrukturen vermieden."
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