Klaus Stiefler stellt „Stadtbodenkonzept“ im Stadtrat vor
Optik der Altstadt aufwerten

"Die eigentlichen Zugänge zur Altstadt sind in Pressath derzeit nicht erkennbar", stellte Klaus Stiefler fest. Diese Schnittstellen könnten beispielsweise durch ein sogenanntes "Baumtor" aufgewertet werden. Sein Vorschlag lautete daher, links und rechts der Einfahrtsstraßen der Stadt je zwei Bäume zu pflanzen. In der Bahnhofstraße (Bild) könnte zudem eine Querungsachse für Fußgänger in einer gedachten Linie vom Kriegerdenkmal in der Professor-Dietl-Anlage zum Netto-Markt neu geschaffen werden. Bild: mng
Politik
Pressath
05.08.2016
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Mehr Grün und damit auch mehr Verweil- und Lebensqualität in den Altstadtbereich zu bringen, darauf richtet Klaus Stiefler vom Bayreuther Architekturbüro RSP sein Augenmerk. In der Stadtratssitzung stellte er das Stadtbodenkonzept vor, das sich aber nicht allein auf die Erneuerung der Beläge von Straßen und Gehwegen bezieht.

(mng) Großen Wert legt Stiefler dabei auf die Begrünung der Altstadt bei öffentlichen Straßen und Plätzen. Er hob hervor, dass natürlich idealerweise auch private Flächen, sofern denn die Zustimmung der Eigentümer gegeben sei, mit einbezogen werden sollen.

Derzeit fehle eine Schnittstelle, die den Vorstadt- vom Altstadtbereich abgrenze. "Man kann nicht gleich erkennen, wo die Altstadt beginnt", sagte der Architekt. Dies treffe insbesondere für die Bach-, Haupt- und Bahnhofstraße zu. Es werde daher eine Neuordnung vorgeschlagen. "Eine stadträumliche Betonung der betreffenden Eingangsbereiche zur Altstadt kann durch ein sogenanntes 'Baumtor' erfolgen. Darunter ist zu verstehen, dass an beiden Straßenseiten eine Bepflanzung mit jeweils zwei Bäumen vorgenommen wird, um so ein optisches Signal zu schaffen", erklärte Stiefler.

Das Konzept umfasst auch Wünsche zur Verbesserung des Parkangebotes und zur Neuanlage von alternativen Fußwegverbindungen als Ersatz zu den teils sehr engen Gehwegen in der Altstadt. Zur Sprache brachte er die Schaffung weiterer Parkplätze nebst deren Eingrünung. Als weitere Verschönerungsmaßnahmen zählte Stiefler zum einen den Spitalplatz auf, an dem auch der Haidenaab-Radweg vorbeiführt. Schon durch eine teilweise Verwendung von Rasengittersteinen und einer Bepflanzung mit kleinkronigen Bäumen erhalte der Platz ein ganz anderes und freundlicheres Erscheinungsbild.

Und zum anderen sei ein Zugang zum dort vorbeifließenden Pressather Bach angedacht. Hier schlug Stiefler vor, eine Treppenanlage zum Bach hin zu schaffen.

Dass etwas gemacht werden müsse, damit die Altstadt eine Aufwertung erfahre, darüber waren sich die Stadtratsmitglieder fraktionsübergreifend einig. Der Städteplaner betonte: "Die im Konzept genannten Vorschläge können - müssen aber nicht - eins zu eins so umgesetzt werden. Darüber entscheidet letztendlich der Stadtrat."

Die im Konzept genannten Vorschläge können - müssen aber nicht - eins zu eins so umgesetzt werden. Darüber entscheidet letztendlich der Stadtrat.Städteplaner Klaus Stiefler
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