Politischer Aschermittwoch in Pressath
Leise Töne am Aschermittwoch

Sehr gut besucht war die Aschermittwochkundgebung der CSU im Gasthaus Weyh. Bilder: is (2)
Politik
Pressath
12.02.2016
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Die drei Redner der CSU (von links) Zweiter Bürgermeister Max Schwärzer, Fraktionssprecher Martin Schmidt und Vorsitzender Andreas Reindl.

Keine Vorwürfe, keine Kritik, kein Streit. Nicht nur wegen des Zugunglücks vom Dienstag war es ein sehr ruhiger Politischer Aschermittwoch der Pressather CSU. Die Kommunalpolitik in Pressath gibt derzeit wenig Anlass zum Ärger. Nur bei einem Dauerbrenner ist die CSU noch immer unzufrieden.

Einen Politischen Aschermittwoch ohne Klamauk und Schimpferei bot die CSU im Gasthaus Weyh. Leise Töne und Informationen standen bei Ortsvorsitzendem Andreas Reindl, zweitem Bürgermeister Max Schwärzer und Fraktionssprecher Martin Schmidt im Mittelpunkt. Dazu gab es Lob für SPD-Bürgermeister und den Stadtrat. Die Zusammenarbeit habe sich gegenüber den Vorjahren wesentlich verbessert: "Es herrscht im gesamten Gremium eine gute Stimmung, und alle sind bemüht, die Stadt gemeinsam nach vorne zu bringen", brachte es Schmidt auf den Punkt.

Die Eröffnung übernahm Andreas Reindl. Nach einer Gedenkminute für die Toten der Bahnkatastrophe in Bad Aibling ging Schmidt auf die Rathauspolitik ein. Das Thema Bauplätze stellte er in den Mittelpunkt. Er bedauere, dass dieses Problem "verschlafen, wenn nicht sogar boykottiert" worden sei. "Wir müssen alles tun, junge Familien nach Pressath zu bringen." Dazu seien auch billige Bauplätze nötig. "Andere Städte und Kommunen haben da besser gearbeitet." Für die Entwicklung der Stadt oder auch die Auslastung von Schule, Kinderkrippe oder Musikschule sei dies eine Voraussetzung.

Ausführlich ging Schmidt auf das Umfeld der Stadthalle ein. Vor allem die fehlende Beleuchtung stelle eine "Gefahr" dar. Über den Brandschutz am "Haus der Heimat" müsse ebenfalls nochmal nachgedacht werden. Für den Entlastungsparkplatz habe der Bürgermeister mit dem Grunderwerb eine Voraussetzung geschaffen.

Weiter sprach Schmidt vom Beschilderungskonzept, das die Stadt mit dem Gewerbering erarbeitet hat. Die Entscheidung zur kommunalen Verkehrsüberwachung sei dem Stadtrat nicht leicht gefallen, es habe kontroverse Diskussionen gegeben. Ausführlich ging Schmidt auch auf die Zuwanderung ein. Zur Zeit leben etwa 60 Asylbewerber in der Stadt. In der ehemaligen Bahnhofsgaststätte sollen weitere 50 bis 60 Personen hinzukommen. Ein Plan sah dort eine weitere Unterkunft vor. Dazu war ein Containerdorf auf der gegenüberliegenden städtischen Freifläche im Gespräch, das circa 200 Personen beherbergen sollte. "Da muss doch die Frage erlaubt sein, ob das einer Stadt in der Größe von Pressath zuzumuten ist", meinte Schmidt.

Zweiter Bürgermeister Max Schwärzer regte zu Beginn seiner Ausführungen eine "dezentrale" Lösung der Asylproblematik im Landkreis an. Er betonte, dass "den Hilfsbedürftigen, geholfen werden muss". Als weiteres wichtiges Thema für die Bevölkerung nannte Schwärzer die "Breitbandversorgung" auch für die Dörfer der Stadt. Dank der guten Arbeit der Verwaltung sei es gelungen, die höchstmögliche staatliche Förderung zu erhalten. Anerkennende Worte fand er auch über den gelungenen Rathausumbau und die bevorstehende Schaffung des behindertengerechten Zugangs. Ausführlich sprach er das Problem der fehlenden Rettungswege im Haus der Vereine an. Er sei optimistisch, dass noch heuer das Konzept verwirklicht werden kann und die Vereine ihre Räume wieder nutzen können.

Weitere Punkte waren das Straßenausbaukonzept, die Altstadt- und Dorfsanierung, der Freizeitsee Dießfurt und der städtische Bauhof. Den Abschluss bildete ein Dankeschön an die Verwaltung, die Fraktion, die Arbeiter des Bauhofes für die sachliche und informative Zusammenarbeit. Den Reden schloss sich ein Fischessen an, zu dem die CSU ihre Gäste einlud.
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