Schulverband Pressath investiert 17 000 Euro mehr als letztes Jahr
Spendabel zum Schüler-Wohl

Auf ein baldiges Ende der Schülerzahlen-Talfahrt hofft der Schulverband Pressath. Deshalb will er auch an Investitionen für die Grund- und Mittelschule nicht knausern. Bild: bjp
Politik
Pressath
12.03.2016
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Gerade in der derzeitigen Talsohle der Schülerzahl will der Schulverband Pressath nicht knausern, um die Attraktivität der Bildungsstätte zu sichern. 42 000 Euro reserviert der Schulverbandshaushalt 2016 für Mobiliar, neue Computerplätze in drei Räumen, eine Ständerbohrmaschine für den Werkraum, einen Geschirrspüler für die Mensa und weitere Ausstattungsgegenstände. Damit wächst das Investitionsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 17 000 Euro. Rektorin Ulrike Neiser wies zudem in der Schulverbandssitzung darauf hin, dass die vorhandenen Rechner alsbald auf ein aktuelles Betriebssystem umgerüstet werden müssten.

Das Gesamtvolumen des Haushaltsplans 2016 wuchs auf 774 200 Euro (2015: 684 000), wovon 702 200 (2015: 622 400) auf den Verwaltungshaushalt entfallen, der die laufenden Kosten abdeckt. Zu dessen Ausgleich haben die drei Mitgliedskommunen des Schulverbands eine Verwaltungsumlage zu entrichten, die mit 2102,02 Euro je Schüler um 502,72 Euro über der Vorjahresquote liegt. "Weniger Schüler bedeuten bei gestiegenen Ausgaben auch eine höhere Pro-Kopf-Umlage", erläuterte Schulverbandsvorsitzender Werner Walberer, der zugleich anmerkte, dass zur Reduzierung der Verwaltungsumlage 55 000 Euro aus den Rücklagen entnommen würden. Erforderlich werde heuer auch eine Investitionsumlage in Höhe von 169,35 Euro je Schüler zum Ausgleich des Vermögenshaushalts.

Nicht am Personal sparen


In den nächsten Jahren würden sich die Sachaufwandskosten wohl nicht verringern, schätzte Walberer. 2014 hätten die Schulbuskosten noch mit 133 000, 2015 mit 146 300 Euro zu Buche geschlagen, der Haushalt 2016 setze als "vorläufige Hausnummer" 200 000 Euro an: "Und mit einer Anhebung der zweckgebundenen Zuweisungen des Freistaats für die Schülerbeförderung ist wohl nicht zu rechnen." Diese Entwicklung nehme man aber nicht zum Anlass, am Personal zu sparen: "Der Stellenplan sieht für heuer ebenso viele Stellen vor wie für 2015." Keine Beanstandungen erbrachte die örtliche Prüfung der Schulverbands-Jahresrechnung 2014, die in Einnahmen und Ausgaben mit 623 297,54 Euro im Verwaltungs- sowie 143 178,67 Euro im Vermögenshaushalt abschloss.

HintergrundVon den 248 Schülern der Grund- und Mittelschule Pressath (Vorjahr: 282) kommen 216 (Vorjahr: 243) aus Pressath, 17 (22) aus Schwarzenbach und 15 (17) aus Trabitz. Hieraus ergeben sich die an den Schulverband abzuführenden Umlagen: An Verwaltungsumlage hat die Stadt Pressath 454 036 (Vorjahr: 388 628), die Gemeinde Schwarzenbach 35 734 (35 184) und die Gemeinde Trabitz 31 530 Euro (27 188) zu entrichten. Die Anteile an der Investitionsumlage betragen für Pressath 36 581, für Schwarzenbach 2 879 und für Trabitz 2 540 Euro; im Vorjahr wurde keine Investitionsumlage erhoben. (bjp)
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