Sitzung des Bauausschusses
Stadt deckt Bienen den Tisch

Die Eichen mussten weichen, weil sie unterirdische Versorgungsleitungen beschädigten. Auf der Erde des Pflanzstreifens längs der Wollauer Straße soll sich bald eine bunte und pflegeleichte "Bienenweide" breitmachen. Bild: bjp
Politik
Pressath
12.04.2016
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"Veitshöchheimer Mischung" statt deutsche Eiche: An der Wollauer Straße wird's blümerant. Einstimmig votierte der Bauausschuss des Stadtrats dafür, den Pflanzstreifen zwischen Von-Erlbeck- und Ludwigstraße in eine bunte Bienenweide zu verwandeln.

Das Wurzelwerk der Eichen, die hier früher die Kreisstraße säumten, hatte unterirdische Versorgungsleitungen beschädigt. Die Bäume mussten deshalb gefällt werden. Vor die Wahl zwischen schlichtgrünem Rasenbewuchs und farbenfroher Blütenvielfalt gestellt, sprach sich der Ausschuss nach kurzer Diskussion einmütig für ein von der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau in Veitshöchheim zusammengestelltes "Pflanzen-Potpourri" aus.

Der aus dieser Saatgutmischung entstehende Blütenflor aus rund 50 ein- und mehrjährigen Blumen- und Kräuterarten sei eine üppige Nektar- und Pollenquelle für Honigbienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere nützliche Insekten, informierte Johann Zitzmann vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft. Zudem müsse er nur einmal pro Jahr im Herbst gemäht werden.

Bürgermeister Werner Walberer hielt fest, dass die Anwohner ihr Einverständnis mit einem solchen pflegeleichten Bewuchs signalisiert hätten. Zweiter Bürgermeister Max Schwärzer ergänzte, dass der Landkreis bienengerechte Bepflanzungen finanziell fördere. Nichts ändern werde sich am Grünbewuchs der Böschungen, ließ Johann Zitzmann auf Anfrage einer Anliegerin wissen. Das Grün müsse häufiger gemäht werden, doch sei dies mit Hilfe eines Auslegemähers unabhängig von der Pflege der Blumenrabatten möglich. Einhellig bejahte das Gremium auch die Aufstellung einer neuen, überdachten und abschließbaren Fahrradabstelleinrichtung am Bahnhof. Die Stadt könne mit einem Zuschuss rechnen, fügte Bürgermeister Walberer hinzu und merkte an, dass der alte Ständer kaum mehr genutzt werde: "Die Schüler nutzen lieber den Fahrradständer am Friedhof."

Besser ausgeleuchtet wird baldmöglichst der Weg zwischen Ludwig-Bock-Straße und Stadthalle. Die Stadt will das mit einer LED-Beleuchtungsanlage für den "Stadthalle"-Schriftzug an der Südfassade der früheren Schulturnhalle kombinieren. Nicht für nötig hielt der Bauausschuss einen Austausch der Papierhandtuchspender in der Stadthalle. Die Bedienprobleme, über die die Besucher einer Veranstaltung geklagt hätten, seien lediglich auf Fehler bei der Befüllung zurückzuführen gewesen, gab Johann Zitzmann zur Kenntnis: "Eine Putzfrau hatte die Apparate so prall gefüllt, dass viele Benutzer ungewollt mehrere Papiertücher auf einmal herauszogen."

Grünes Licht gab der Ausschuss für die Sanierung eines Gehwegstücks an der Straße "Am Rückenbühl". Ferner sollen im Herbst drei Linden gefällt und die von diesen Bäumen hervorgerufenen Gehsteigschäden beseitigt werden. Für die Beseitigung der Bäume beim Anwesen Von-Zedtwitz-Straße 46 sah das Gremium keine Notwendigkeit. (Aus dem Stadtrat)

Container wechseln Standort

Pressath. (bjp) Einstimmig fiel das Votum des Bauausschusses für eine Verlegung der Dießfurter Wertstoffcontainer vom Ortsausgang Richtung Josephsthal zum Parkplatz bei der Kapelle aus. Die Polizei habe eine Entfernung der Sammelbehälter vom jetzigen Standort empfohlen, informierte Johann Zitzmann. Stefan Brüderer vermerkte, dass die Einwohner eine Platzierung an der Hecke Richtung Anwesen Vogel mehrheitlich gutgeheißen hätten, während andere vorgeschlagene Plätze abgelehnt worden seien.

Keine Einwände erhob der Ausschuss gegen die von Harri Melnik (Bau eines Gartenhauses, Lindenstraße), Andreas Dippl (Bau eines Schuppens, Blumenstraße) sowie Cornelia Träger und Tobias Götz (Errichtung einer Stützmauer, Von-Zedtwitz-Straße) gestellten Anträge auf "isolierte Befreiung von den Festsetzungen des Bebauungsplans". Auch zu Harri Melniks Bauantrag für ein Einfamilienhaus an der Lindenstraße wurde das gemeindliche Einvernehmen erteilt.
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