Stadtratssitzung Pressath
Baugebiet und Kirchweihfest

Noch enden die Straßen Hinter dem Tannenberg (Vordergrund) und Wiedenhofstraße an einer Wiese. Schon ab nächstem Jahr soll hier eine neue Siedlung entstehen. Die Stadt will die Bebauungsplanung zügig vorantreiben. Bild: bjp
Politik
Pressath
11.06.2016
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Lückenschluss hinterm Tannenberg: Auf 21 Bauplätzen, davon 20 in städtischem Eigentum, soll ab kommendem Jahr das Baugebiet "Wiedenhofstraße Ost" entstehen. Erschlossen wird das zwei Hektar große Areal dann von einer Straßenachse.

Sie verbindet die derzeitigen Sackgassen Wiedenhofstraße und Hinter dem Tannenberg und mündet von Süden her in eine Verlängerung der Tannenhofstraße. Innerhalb von knapp acht Monaten hätten die Stadtverwaltung und das Grafenwöhrer Planungsbüro Schultes einen Bebauungsplanentwurf erstellt, berichtete Bürgermeister Werner Walberer in der Junisitzung des Stadtrats: "Schneller ging es wirklich nicht." Ebenso zügig geht es weiter: Schon in zwei bis drei Wochen will die Stadt als ersten bebauungsrechtlichen Schritt die "frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit" einleiten, nach dem Absolvieren aller weiteren Planungsetappen könnte Ende Frühjahr 2017 der Startschuss zur "baulichen Umsetzung" fallen.

Denkbar wäre laut Ingenieur Michael Wagner vom Planungsbüro auch ein Fußweg zwischen der verlängerten Wiedenhofstraße und der Wollauer Straße. Zurückhaltend nahmen die Ratskollegen Andreas Reindls (CSU) Vorschlag auf, diese Verbindung als Anliegerstraße zu bauen. Walberer wies auf das Regenrückhaltebecken hin, das nicht genügend Platz für eine Fahrstraße lasse, und Franz Floth (SPD), Charlotte Hautmann (CSU) und Stephan Dippl (SPD) befürchteten, dass eine solche Straße allzu rege als Abkürzung zwischen Steinbühlsiedlung und Wollauer Straße genutzt werden könnte. Die für die neue Siedlung erwünschte Verkehrsberuhigung würde damit konterkariert.

Besonders erfreut äußerte sich Charlotte Hautmann über das Baugebiet, das einen zusätzlichen Anreiz schaffe, in Pressath zu bleiben oder hierher zu ziehen: "Unsere Stadt braucht Menschen." Über den voraussichtlichen Preis der zwischen 750 und 850 Quadratmeter großen Parzellen konnte Walberer noch nichts sagen.

Grund zur Freude bot auch ein Vorschlag von Burschenverein und Pfarrjugend, am 15. Juli ein Kirchweihfest abzuhalten. Dem Antrag der beiden Gruppen auf Nutzung der Professor-Dietl-Anlage gab der Stadtrat einstimmig statt. Mit ihrer Idee knüpften die Jugendlichen an den traditionellen Pressather Kirchweihtermin an, erläuterte der Bürgermeister.

Auch die Fraktionssprecher Franz Floth (SPD), Wolfgang Graser (FWB) und Martin Schmid (CSU) sowie zweiter Bürgermeister Max Schwärzer (CSU) begrüßten die Initiative, und Norbert Höfer (CSU) schlug vor, einen Kirchweihbaum aufzustellen. Burschenvereinsvorsitzender Josef Keilwerth entgegnete, dass man zunächst "eher klein anfangen" wolle: "Aber wenn das Fest gut angenommen wird, werden wir uns überlegen, wie es noch weiter ausgestaltet werden kann."
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