Verbindungsstraße bei Pfaffenreuth auf Platz drei
Stadtrat erstellt Prioritätenliste zur Straßensanierung

Auf Vordermann bringen will die Stadt Pressath die Schinnerstraße (Bild), die baurechtlich in ihrem mittleren Abschnitt noch als "nicht erstmalig hergestelltes" Provisorium gilt. Zuvor soll aber die westliche Baumgartenstraße saniert werden. Bild: bjp
Politik
Pressath
28.01.2016
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Einstimmig legte der Stadtrat in seiner Januarsitzung nach sorgfältiger Beratung eine Prioritätenliste für drei anstehende Straßenbauvorhaben fest. So sollen die Baumgartenstraße zwischen Erbendorfer- und Tulpenstraße, die Weberstraße und ein Reststück der Straße "Hinter der Mauer" vorrangig ausgebaut werden. Die Modernisierung der Schinnerstraße mit Kirchsteig werde folgen.

Das Gremium hielt fest, dass die mittlere Schinnerstraße zwischen Reichwein- und Schlesierstraße bisher nur "staubfrei gemacht" und somit im baurechtlichen Sinn noch nicht "erstmalig hergestellt" sei. Vor allem der Ausbau dieser Teilstrecke werde deshalb anvisiert. Doch verwiesen Franz Floth (SPD) und Norbert Höfer (CSU) darauf, dass auch der nördliche und der südliche Teil der Straße nur eine eher einfache Bauweise aufwiesen und der Unterbau sanierungsbedürftig sei. Höfer und dritter Bürgermeister Wolfgang Graser (Freier Wählerblock) gaben überdies zu bedenken, dass die Modernisierung nur eines Teilstücks dieser wichtigen Siedlungsstraße auf Unverständnis bei den Bürgern stoßen würde.

Verwaltungsleiter Bruno Münster merkte an, dass das Stück zwischen Reichwein- und Schlesierstraße abrechnungstechnisch anders behandelt werden müsste als die beiden anderen Teilstrecken der Schinnerstraße: Für die Sanierung dieses mittleren Abschnitts, die rechtlich eine "erstmalige Herstellung" sei, müssten die Anlieger keine Ausbaubeiträge, aber Erschließungsbeiträge entrichten. Das Gleiche gelte voraussichtlich auch für die Baumgarten- und Weberstraße sowie das Teilstück "Hinter der Mauer". Hier sei jedoch noch eine weitere Prüfung erforderlich.

Auf den dritten Rang der Prioritätenliste setzte der Stadtrat die 1,5 Kilometer lange Gemeindeverbindungsstraße zwischen Pfaffenreuth und der Kreisstraße NEW 25. Weil deren Breite von 4,5 Metern ausreichend und der Unterbau solide sei, solle die Verwaltung prüfen, ob ein staatlich geförderter Ausbau, bei dem zahlreiche Bedingungen zu erfüllen wären, oder eine nicht geförderte Erneuerung in Eigenregie günstiger sei. Ob die Bauarbeiten in der Baumgarten- und Weberstraße sowie "Hinter der Mauer" noch heuer oder erst 2017 beginnen, steht noch nicht fest.
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