Bogenschießen
Das Wunder nicht geschafft

Für die Bogenschützen der SG Eichenlaub Pressath mit Georg Fuchs, Hubert Schulze, Andreas Maier und Christian Späth (von links) ist das Kapitel Bundesliga schon wieder beendet. Auch beim letzten Durchgang in Welzheim konnten sie das rettende Ufer nicht mehr erreichen. Bild: dö
Sport
Pressath
10.02.2016
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Es hätte schon eines kleinen Wunders bedurfte, wenn die Bogenschützen der SG Eichenlaub Pressath noch den Erhalt der Bundesliga geschafft hätten. Doch dieses traf beim vierten und letzten Wettkampftag in Welzheim nicht ein.

Nach dem Aufstieg in die Bundesliga ging es für die Bogenschützen der SGE Pressath nach einem Jahr Zugehörigkeit zur nationalen Elite wieder zurück in die zweite Liga. Der Ligaerhalt wäre nur möglich gewesen, wenn die Pressather den letzten Wettkampftag beim deutschen Rekordmeister in Welzheim mit einer optimalen Ausbeute von sieben Siegen absolviert hätten, wobei gleichzeitig Fellbach-Schmiden und Freiburg alle Kämpfe hätten verlieren müssen. Die SGE Pressath, angereist mit Hubert Schulze, Christian Späth und Andreas Maier versuchte aber vergeblich, das Unmögliche noch möglich zu machen.

Tacherting geärgert


Obwohl der Gastgeber auf zwei Schützen der Stammauswahl wegen eines Trainingslagers des Nationalkaders verzichten musste, blieben die Oberpfälzer gegen die SGi Welzheim erwartungsgemäß mit 0:6 chancenlos. Denn auch die zweite Reihe der Württemberger weiß an der Schießlinie zu überzeugen. Gegen die SSG Vogel Östringen konnten die Eichenlaub-Schützen immerhin einen Satz ergattern, was ein 2:6 zur Folge hatte. Auch die FSG Tacherting musste auf zwei Stammschützen verzichten. Nach zwei Sätzen stand es plötzlich 4:0 für Pressath. Jedoch holten sich die Oberbayern die Sätze drei und vier. Mit einem 55:53 im letzten Durchgang überraschten die Pressather mit dem ersten Tageserfolg gegen den dreimaligen deutschen Meister. Gegen die BSG Ebersberg war dagegen auch dieses Mal mit 0:6 kein Kraut gewachsen.

Vor den letzten drei Matches standen die vier Finalteilnehmer (Welzheim, Ebersberg, Tacherting und Östringen) schon fest, sodass sich das Geschehen auf den Abstiegskampf konzentrierte. Die SGE Pressath hatte bereits keine Chancen mehr auf den Klassenerhalt, jedoch wurde das Rennen zwischen Fellbach-Schmiden und Freiburg immer spannender.

Der Kampf von Pressath gegen Boxdorf war ebenso schnell zu Ende wie der gegen Ebersberg. Mit 54:56, 53:57 und 51:58 konnten Späth und Co. nichts ausrichten. Gegen Fellbach-Schmiden wurde schon einmal gewonnen, warum sollte es nicht wieder klappen? Nach drei Sätzen stand es 2:4. Ein Pfeil der Württemberger verfehlte die Auflage und Pressath konnte dadurch ausgleichen. Mit einem spannenden fünften Satz (56:58) endete dieses Match. Auch den Freiburgern wurde der Erfolg nicht leicht gemacht. Die Breisgauer brauchten unbedingt einen Sieg um mit Fellbach, die parallel gegen Boxdorf schossen, mitzuhalten. Nach zwei Sätzen führte Freiburg mit 4:0 jedoch holte sich Pressath die Sätze drei und vier. Im letzten Satz musste sich die SGE 52:56 geschlagen geben.

Nur drei Siege zu wenig


Mit nur drei Siegen und 6:50 Punkten steht Eichenlaub Pressath abgeschlagen auf dem letzten Platz in der höchsten deutschen Klasse und muss nun wieder den Weg in die 2. Bundesliga antreten.

"Abgesehen von den Ergebnissen hat uns die Saison mächtig Spaß gemacht. Die erste Bundesliga ist ein gewaltiger Sprung im Vergleich zur 2. Bundesliga. Ohne Zukauf von anderen Schützen kannst man da oben nicht bestehen. Für die kommende Saison werden wir uns neu organisieren und den einen oder anderen Schützen aus der zweiten Mannschaft mit nach oben holen", resümiert Mannschaftsführer Christian Späth.

Endstand Bundesliga

1. SGi Welzheim 106 49:7 2. BSG Ebersberg 70 42:14 3. FSG Tacherting 34 35:21 4. SSG Vogel Östringen 8 30:26 5. GS Boxdorf 4 26:30 6. SK Fellbach-Schmiden -54 18:38 7. SG Freiburg -60 18:38 8. Eichenlaub Pressath -108 6:50
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