Schützenmeister Thomas Busch: "Gefährdet Vereinsarbeit"
Vereinshaus: Schützen leiden unter Schließung

Im Vereinslokal der Naturschutzgruppe appellierte Schützenmeister Thomas Busch in seinem Bericht über die Entwicklung der Schützengesellschaft "Eichenlaub" an die Stadt, baldmöglichst mit der Sanierung des "Hauses der Vereine" zu beginnen. Die Schließung des Schießstandes dort wirke sich nicht nur auf die Sportausübung, sondern auch auf die Mitgliederentwicklung aus. Bild: bjp
Sport
Pressath
25.04.2016
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"Voll ins Gold" hat die Schützengesellschaft "Eichenlaub" mit ihrer florierenden Bogensparte getroffen. "Aktuell stellen wir drei Ligamannschaften und bei unserem letztjährigen Anfängerkurs haben wir vier neue Bogenschützen gewonnen", freute sich Schützenmeister Thomas Busch in der Jahreshauptversammlung im LBV-Heim.

Einen Wermutstropfen gab es dennoch: Aus dem deutschen Bogensport-"Oberhaus" musste sich das erste Bogenteam wieder verabschieden. Den Abstieg aus der ersten in die zweite Bundesliga nahm Busch indes mit Humor: "Eure Fahrtstrecken zu den Wettkämpfen werden dadurch nicht kürzer." Den beiden anderen Mannschaften sei in der Bezirksliga und der Bezirksklasse Oberpfalz der Klassenerhalt gelungen.

Arbeiten abschließen


Beim Ausbau des Bogenplatzes sei "im vergangenen Jahr eine kleine Verschnaufpause eingelegt" worden, erklärte der Schützenmeister. Heuer aber wolle man "wieder durchstarten", um die noch ausstehenden Arbeiten - insbesondere am Mannschaftshaus - abzuschließen. Ein Dankeschön richtete Thomas Busch an den Zessauer Patenverein, dessen moderne Schießanlage die Luftgewehr- und Luftpistolenschützen seit der von der Stadt aus Brandschutzgründen verfügten Schließung des Schießstandes im "Haus der Vereine" mitnutzen dürfen: "Die Schützengeschwister stellen hierfür sogar eigene Trainings- und Rundenwettkampftermine zurück - das ist wahre Kameradschaft."

Trotz dieser Unterstützung sei die Aktivität der Luftdrucksparte empfindlich zurückgegangen, bedauerte Busch. Umso dringlicher fiel sein Appell an den als Ehrengast eingeladenen Bürgermeister Werner Walberer und alle Verantwortlichen der Stadt aus, auf einen baldigen Beginn der Sanierungsarbeiten am Vereinshaus hinzuwirken.

Immerhin sei die Baugenehmigung im Februar erteilt worden, doch sei "seither kein Fortschritt erkennbar". Diese "irritierende" Situation gefährde die Vereinsarbeit ernstlich: "Erstmals seit über zehn Jahren haben wir eine rückläufige Mitgliederzahl zu beklagen." Von einer "Politik der ruhigen Hand und des Abwartens", wie sie Busch der Stadt vorwerfe, könne keine Rede sein, entgegnete der Bürgermeister in seinem Grußwort. Er erinnerte daran, dass er sich persönlich bei Landrat und Kreisbauamt für die schnelle Bearbeitung des Bauantrags zur Sanierung des Gebäudes verwandt habe.

Erst Finanzielles klären


Noch seien allerdings finanzielle Fragen zu klären: "Aber wir gehen davon aus, dass das bald abgeschlossen ist. Erst dann können wir die Arbeiten ausschreiben." Der Stadtrat stehe einmütig zu dem im Herbst beschlossenen Konzept, und "wir alle wünschen dessen baldmögliche Umsetzung im Interesse der Vereine", versicherte Walberer.

Schützenmeister Thomas Busch dankte dem Bürgermeister für dessen "ehrliche Worte" und versicherte, die im Vereinshaus beheimateten Organisationen stünden zu ihrer Zusage, bei der Sanierung mit Hand anzulegen: "Aber dazu müssen wir endlich Taten sehen."

Lobende Worte fand Busch für die Tatkraft der Mitglieder, namentlich jener, "die immer da sind und denen nichts zu viel wird". Sein Dank galt auch der LBV-Naturschutzgruppe, die für die Zusammenkünfte der Schützengesellschaft ihr Lokal im nicht gesperrten Erdgeschoss des Vereinshauses zur Verfügung stellt.
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