Auszeichnung für Aktive
Männer, die durchs Feuer gehn

240 Jahre Ehrenamt waren in Dießfurt versammelt. Landrat Andreas Meier, die Trabitzer Bürgermeisterin Carmen Pepiuk (stehend, Erster und Dritte von rechts), Kreisbrandinspektor Georg Tafelmeyer, Kreisbrandmeister Jürgen Haider, Pressaths Bürgermeister Werner Walberer und Kreisbrandrat Richard Meier (stehend; Erster, Dritter, Vierter und Fünfter von links) dankten den Jubilaren für ihren Einsatz. Bild: bjp
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Pressath
24.10.2016
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Dießfurt. Was die Aktiven der Feuerwehren leisten, ist so einfach gar nicht nachvollziehbar: Ohne Gegenleistung sind sie bereit, für andere ihr Leben zu riskieren. Ein Dankeschön nach 25 oder 40 Jahren Dienstzeit, so wie nun in Dießfurt, ist da nicht zu viel verlangt.

Sie gehen für ihre Mitmenschen buchstäblich "durchs Feuer", und das ehrenamtlich und jederzeit: die Aktiven der Feuerwehren. Die Feuerwehren seien "das unentbehrliche Fundament der Hilfe in Not und Gefahr", betonte Pressaths Bürgermeister Werner Walberer. Deshalb seien die Stadt Pressath sowie die Gemeinden Schwarzenbach und Trabitz auf eine gute Ausrüstung ihrer elf Wehren bedacht: "So können sich unsere Bürger gut aufgehoben fühlen." Nicht vorbehaltlos teilen mochte Landrat Andreas Meier die gängige Einschätzung, es sei "nicht mehr selbstverständlich", sich in den Wehren zu engagieren. So sei es für die Kommunen noch immer eine Selbstverständlichkeit, ihre Brandschützer bestmöglich auszustatten: "Die finanzielle Situation setzt gewisse Grenzen und ruft manchmal Diskussionen hervor, aber die Gemeinden wissen auch, dass die Wehren keinen unangemessenen Luxus und keine Spielzeuge verlangen." Auch die Bereitschaft, Feuerwehrleute zu Einsätzen freizustellen, sei bei vielen Arbeitgebern im Landkreis vorhanden: "Freilich stellt es gerade kleine Betriebe vor Probleme, wenn womöglich mehrere Aktive zur Belegschaft gehören. Aber die Unternehmer sind sich in der Regel bewusst, dass auch sie selbst in eine Ernstfalllage geraten können und sich dann auf das Entgegenkommen anderer Arbeitgeber verlassen müssen." Außer Frage stehe, dass es für alle, die einmal "ja" zum Feuerwehrdienst gesagt hätten, selbstverständlich sei, ihren Dienst motiviert und gewissenhaft zu leisten. Andreas Meiers Dank galt auch den Feuerwehrvereinen.

Auf die Anhebung des Diensthöchstalters von 63 auf 65 Jahre ging Kreisbrandrat Richard Meier ein. Zwar seien in Bayern und speziell im Kreis Neustadt die Feuerwehren personell noch recht gut ausgestattet und eine kontinuierliche Einsatzbereitschaft auch dank guter Vernetzung gewährleistet, doch die prekärere Lage in anderen Regionen habe die Entscheidung nötig gemacht: "Allerdings sollten 65 Jahre die äußerste Grenze sein. Am Haglstecken zum Einsatz: Das kann's nicht sein."

Die JubilareFür langen Dienst in den Feuerwehren der Verwaltungsgemeinschaft Pressath erhielten das Ehrenzeichen des Freistaats in Gold (40 Jahre) und Silber (25 Jahre): Feuerwehr Burkhardsreuth: Stefan Henfling, Herbert Hey, Andreas Hörl (jeweils 25 Jahre). Dießfurt: Matthias Götz, Christian Reichl (jeweils 25 Jahre). Friedersreuth: Richard Rupprecht, Markus Wittmann (jeweils 25 Jahre). Hessenreuth: Hubert Mühlhofer (40 Jahre). Troschelhammer: Armin Prischenk (25 Jahre).
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