Bürgerversammlung
Unter fünf Millionen

"Ein gezielter Schuldenabbau im gesunden Verhältnis zu wegweisenden Investitionen bleibt politisches Gebot." Zitat: Bürgermeister Werner Walberer
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Pressath
04.11.2016
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Wie immer durfte bei der Bürgerversammlung eine Portion Statistik nicht fehlen. 4364 Einwohner zählt die Stadt Pressath laut Bürgermeister Werner Walberer zurzeit: 33 weniger als Ende 2015. Die Geburtenzahl liege mit bisher 26 deutlich unter dem Vorjahresstand von 38 Kindern. Doch habe es auch weniger Todesfälle gegeben: 58 Pressather seien heuer verstorben, 2015 seien es 72 gewesen. 245 Wegzüge (2015: 268) stehen 251 Zuzügen (2015: 241) gegenüber. 26 Mal ist im Pressather Rathaus geheiratet worden. Im Vorjahr war es eine Trauung weniger. 53 Asylbewerber und ein unbegleiteter minderjähriger Ausländer seien zurzeit in Pressath untergebracht. Außerdem weise die Meldestatistik 276 weitere Ausländer aus 36 Nationalitäten nach.

Schulden verringert


Der Schuldenstand habe zum Jahresbeginn die Fünf-Millionen-Euro-Grenze nach unten durchbrochen und werde bis Jahresende weiter auf 4,66 Millionen sinken. Mit 1060 Euro liege die Pro-Kopf-Verschuldung allerdings noch über dem Landesdurchschnitt von 678 Euro. "Ein gezielter Schuldenabbau im gesunden Verhältnis zu wegweisenden Investitionen bleibt politisches Gebot", betonte Walberer.

Als technischer Kraftakt gestalte sich die Breitbandverkabelung: Mehr als 20 Kilometer Tiefbauarbeiten seien notwendig, um 35 Kilometer Glasfaserkabel und 2 Kilometer Kupferkabel zu verlegen und 17 neue Schaltstellen zu montieren. Das städtische Straßennetz umfasse 70 Kilometer, wovon 30 als Gemeindeverbindungsstraßen eingestuft seien.

Kurz und ohne Kontroversen verlief die Fragestunde. Konrad Helgert beklagte den schlechten Zustand der verlängerten Schlossstraße zwischen Dießfurt und der Bahnlinie Pressath-Schwarzenbach, die auch als Teil des Haidenaabradwegs bedeutsam sei. Der Dießfurter bedauerte, dass die schon angekündigte Sanierung zurückgestellt wurde. Bürgermeister Walberer erklärte, dass das Thema nicht vom Tisch sei: "Wir werden darüber erneut beraten und geben dann Bescheid."

Parksituation diskutiert


Die Anlage zusätzlicher Parkplätze auf dem ungenutzten Wiesen-Eckgrundstück Ludwig-Bock-Rondell/Im Bändel nahe der Stadthalle regte Bruno Murr an. Werner Walberer sah jedoch keinen dringenden Handlungsbedarf, da in der Ludwig-Bock- und der Wollauer Straße Stellplätze in einer auch für Großveranstaltungen ausreichenden Zahl verfügbar seien.

Über das oft regellose Halten und Parken an der oberen Reinwaldstraße ärgerte sich Gudrun Raab. Hierzu stellte Walberer klar, dass der Verkehrsüberwachungsdienst auch dort kontrolliere und Verstöße ahnde. Auf eine Nachfrage Raabs zur Parkplatzsituation in der Bachstraße ergänzte er, dass bei den Anwesen 21 und 23 Parkplätze markiert und beschildert werden sollen. Dort soll auch das Parken auf dem Gehsteig gestattet werden. Thomas Ermer wollte wissen, wann für die östliche Frankengasse und "Hinter der Mauer", die seit langem erwarteten Straßenausbaubeitragsrechnungen versandt würden. Dies wird laut Walberer im ersten Quartal 2017 geschehen.

Rudolf Deglmann monierte die giebelseitige Stadthallentür als Zu- und Ausgang bei Großveranstaltungen. Aus Feuersicherheitsgründen und um Zugluft zu vermeiden, sollte die Süd-Tür ein Foyer mit Windfang erhalten. Haupteingang ist in jedem Fall die Ost-Tür mit Foyer und Garderobentrakt, stellte Walberer klar. Bei Großveranstaltungen sei sie auch über die Ludwig-Bock-Straße erreichbar. Der Zugang im Süden diene allenfalls als Nottür. Helwig Baier wunderte sich über einen angeblich erhöhten Wasserdruck, wofür der Bürgermeister auch keine Erklärung hatte.

Stadt sucht BaumAuch in diesem Jahr wird wieder ein Weihnachtsbaum den Platz vor der Kirche zieren. "Wir würden uns freuen, wenn sich ein Bürger bereiterklären würden, eine schön gewachsene Fichte oder Tanne von etwa acht bis zehn Metern Höhe zu spenden", rief Bürgermeister Werner Walberer bei der Bürgerversammlung auf. Die Stadt übernimmt die Fällung kostenfrei. (bjp)


Ein gezielter Schuldenabbau im gesunden Verhältnis zu wegweisenden Investitionen bleibt politisches Gebot.Bürgermeister Werner Walberer
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