Einbruch bei den Reiterfreunden
Nur die Pferde sind noch da

Reiten ohne Sattel und Zaumzeug: Bei der Weihnachtsfeier in der Reiterschule war diese eine Attraktion. Derzeit gibt es in Pressath keine andere Möglichkeit, Sattel und Zaumzeug sind nicht mehr vorhanden. Bild: idu
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Pressath
14.02.2016
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Einbrecher suchten in der Nacht zum Samstag die Reiterfreunde Pressath an der Grafenwöhrer Straße heim. Dem Verein fehlt Ausrüstung für Zehntausende Euro. Die Verantwortlichen rätseln, wie sie den Betrieb am Laufen halten sollen.

Nur die Tiere sind geblieben. Sättel, Kandaren, Halfter, einfach alles, was sich außer den Tieren im Stall befand, haben die Einbrecher mitgenommen. Gegen 7.30 Uhr kamen die Helfer des Vereins und der Reitschule Happy Horse am Samstag zum Stall, das Tor stand offen. Am Freitagabend hatten sie es gegen 19.10 Uhr verschlossen. Auch in der Stallung waren alle Räume aufgebrochen - und ausgeräumt. "Es ist nichts mehr da", sagt Kirsten Schraml am Sonntagmorgen.

"Ziemlich am Rudern"


"Nach Aufhebeln der verschlossenen Stalltür gelangten der oder die Täter in das Innere eines Reitstalles", heißt es im Polizeibericht lapidar. Die fehlenden 17 Pferdesättel hatten mit den anderen Reitutensilien einen Wert im mittleren fünfstelligen Eurobereich. Die gestohlene Ausrüstung gehörte zum Teil dem Vereins, aber auch Privatpersonen, die ihre Tiere dort eingestellt haben. Zum Diebstahl kommt der Sachschaden von rund 1000 Euro.

Ob Verein und Reitschule gegen den Einbruchsfall versichert sind, kann Schraml noch nicht sagen. "Ich habe den Versicherungsvertreter noch nicht erreicht." Für sie geht es derzeit darum, den Alltag zu bewältigen, zum Schock kommt so viel Stress: "Wir sind ziemlich am Rudern, am Dienstag stehen die nächsten Reitstunden an." Derzeit sei sie bemüht, sich um Ersatz für die Ausrüstung zu kümmern.

Tieren geht es gut


Der Einbruch selbst dürfte nicht lange gedauert haben. Schraml geht davon aus, dass Profis am Werk waren, die genau wussten, was sie tun. Vermutlich haben die Täter zuvor die Umgebung ausgekundschaftet, kannten die Zufahrt und wussten wohl auch, dass es kein Wohnhaus in der Nähe des Stalls gibt.

Die Bewegungsmelder für die Außenbeleuchtung schlugen die Täter von der Wand, so konnten sie ungestört im Dunkeln arbeiten. Im Stall brachen sie dann jede Tür auf, nahmen mit, was sie fanden und verschwanden unerkannt. "Ich bin froh, dass denen keiner in die Quere kam. Wer weiß, was dann passiert wäre." Den Tieren gehe es gut, an ihnen hatten die Einbrecher kein Interesse.

Doppelte Hilfe nötigDie Ermittlungen hat die Kriminalpolizei Weiden übernommen. Sie bittet um Hinweise. Auch verdächtige Beobachtungen oder verdächtigen Fahrzeugen in diesem Bereich in den Tagen vor der Tat könnte den Polizisten bei ihrer Arbeit helfen, Telefon 0961/4010.

Hilfe können auch die Reiterfreunde Pressath gebrauchen. Wer dem Verein Reitutensilien überlassen kann, auch als vorübergehende Leihgabe, kann sich bei Kirsten Schraml melden, Telefon 0175/9617039 oder unter kirsten.schraml@googlemail.com
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