Feuerwehr Pressath hat am 25. und 26. Juli einiges zu feiern - Aktive Jugendarbeit
Bestens ausgerüstet zum Einsatz

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Pressath
24.07.2015
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Einiges zu feiern gibt es bei der Pressather Feuerwehr. Am 25. und 26. Juli steht nicht nur das Gartenfest auf dem Programm, sondern in diesem Rahmen findet die Segnung des neuen Mannschaftstransportwagens (MTW) und die Segnung der Feuerwehrgerätehaus-Erweiterung auf dem Programm. Und auch das 35-jährige Bestehen der Jugendfeuerwehr soll entsprechend gewürdigt werden.

Gegründet wurde die Feuerwehr Pressath am 29. Juni 1871 als "Turnfeuerwehr". Erster Kommandant war der damalige Stadtschreiber Angerer. Kurz nach der Gründung wurde eine Sammlung durchgeführt, deren Erlös ausreichte um eine "Löschmaschine" (Saugspritze) zu kaufen, die die 1865 angeschaffte Spritze noch 1871 ersetzte.

Auch wurde bald der Wunsch laut, es solle eine Fahne angeschafft werden. 1875 fand die Weihe der um den Preis von 25 Gulden erworbenen Fahne statt. 1875 entschloss man sich weiter für die Aufbewahrung der drei Spritzen und der anderen umfangreichen Gerätschaften ein Feuerwehrgerätehaus in der Erbendorfer Straße zu errichten.

1882 wurde eine Druckspritze von Kommandant Andreas Kneidl erworben. 1909 wurde die Ausrüstung um einen Hydrantenwagen, eine Anstell-Leiter mit Kugelgelenken und ein Leitertransportwagen ergänzt. 1926 wurde an das Gerätehaus ein Schlauchturm zum Trocknen der Schläuche angebaut. Die aus den Jahren 1871 und 1882 stammenden Saug- und Druckspritzen wurden 1943 ausgesondert und durch zwei Motorspritzen ersetzt.

Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Wehr durch das unermüdliche Schaffen des Kommandanten und späteren Kreisbrandinspektors Ludwig Schleicher wieder aufgebaut. Im Jahre 1950 wurde aus Beständen der US-Army überlassene Fahrzeuge, zwei Mannschaftstransportwagen mit Anhänger für die Motorspritzen durch freiwillige Helfer für die Feuerwehr umgebaut und am 5. Februar 1950 nach der Weihe durch Stadtpfarrer Schinner der Wehr übergeben.

Da das bisherige Feuerwehrgerätehaus nicht mehr den Anforderungen entsprach, wurde 1953 ein neues Gerätehaus in der Baumgartenstraße gebaut. 1957 wurde das erste moderne Löschfahrzeug angeschafft, 1967 folgte das erste Tanklöschfahrzeug. 1970 wurde die neue Fahne geweiht (die alte Fahne ist im Heimatmuseum ausgestellt). 1979 wurde ein zusätzliches Löschfahrzeug in Dienst gestellt. 1985 folgte ein Mehrzweckfahrzeug und seit 1988 ist Wehr mit einer Rettungsschere mit, Spreizer ausgestattet. Im März 1989 erfolgte der Spatenstich zum neuen Gerätehaus in der Grafenwöhrer Straße, 1991 wurde umgezogen. Im Laufe der Jahre wurde der Fuhrpark mehrfach erweitert und modernisiert.

Derzeit leisten 58 aktive Mitglieder Dienst (52 Männer und sechs Frauen). Jährlich rückt die Feuerwehr zu rund 100 Einsätze aus. Der Bogen der Einsätze der Feuerwehr spannt sich von technischen Hilfeleistungen, Sicherheitswachen bis hin zu Brandeinsätzen sowie Schutz der Bevölkerung vor Umwelt- und Naturkatastrophen.

Die Feuerwehr Pressath verfügt derzeit über 30 Maschinisten zur Bedienung der Fahrzeuge und technischen Geräten; 25 Atemschutzträger leisten ihren Dienst bei der Wehr. Fünf Feuerwehrfahrzeuge, davon zwei wasserführende Fahrzeuge (LF 16 und TLF 16/25) mit 1.600 bzw. 2450 Litern Löschwasser stehen in den Garagen. Dazu kommen noch ein Versorgungs-Lkw, ein Mehrzweckfahrzeug (MZF) und ein Mannschaftstransporter (MTW).

Weiter ist die Wehr mit einem Stromerzeuger mit Lichtmast (10KvA) und einem Wasserwerfer (1600 Liter in der Minute bei 8 bar) auf Anhängern montiert, ausgerüstet. Die Wehr verfügt über zwei Rettungssätze (Hydraulischer Spreizer und Schneidgerät "Rettungsschere") sowie Hydraulikzylinder) zur Rettung von verunfallten bzw. eingeklemmten Personen.

Eine Mitgliedschaft in der Jugendfeuerwehr ist ab zwölf Jahren bis zum vollendeten 18. Lebensjahr möglich, danach erfolgt der Wechsel in die aktive Wehr. In Pressath werden zur Zeit 20 Jugendliche ausgebildet. Davon stellt die Stützpunktwehr Feuerwehr Pressath 17 Jugendliche, drei Anwärter kommen von den Feuerwehren Hessenreuth und Zintlhammer. Zur Förderung und Stärkung des Vertrauens kommt deshalb neben der feuerwehrtechnischen Ausbildung in der Jugendfeuerwehr auch die Freizeitgestaltung nicht zu kurz, z.B. Besuch der Weidener Thermenwelt, Bowling, Ausflüge, Zeltlager, Freizeitfahrten, etc. Im Feuerwehrhaus besitzen die Jugendlichen einen eigenen "Jugendraum" welcher von den Jugendlichen selbst gestaltet und ausgebaut.
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