Fünf Einsätze
Waldbrand wirkt nach

Und immer wieder Glutnester: Bis Dienstag beschäftigten der Brand vom Sonntag im Waldgebiet Moos zwsichen Grafenwöhr und Pressath die Feuerwehr. Bild: xri
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Pressath
25.05.2016
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Das sichtbare Feuer im Wald bei Pressath war am Sonntag schnell gelöscht. Und doch beschäftigte der Waldbrand die Pressather Wehr noch am Dienstagmorgen. Im Torfboden glimmte das Feuer weiter - auch noch, als es am Montag regnete.

Fünf Mal musste die Feuerwehr seit Sonntagabend zum Nachlöschen im "Moos" anrücken. Das erste Mal 30 Minuten nachdem sie den Einsatzort erstmals wieder verlassen hatte, berichtet Kommandant Andreas Kneidl. Am Dienstagmorgen waren die Einsatzkräfte letztmals in dem Wald, obwohl am Montagabend 42 Liter Regen pro Quadratmeter niedergingen, der Torfboden bot dem Feuer weiter Nahrung. "Da es sich an der Einsatzstelle um sehr unwegsames, unübersichtliches und schwer zugängliches Gelände handelt, waren die Nachlöscharbeiten jedes Mal mit großem Aufwand verbunden", schreibt die Wehr in ihrem Bericht.

Kneidl schätzt, dass er und seine Leute von Sonntagnachmittag bis Dienstagmorgen 10 bis 12 Stunden im Einsatz waren. "Klar sinkt da etwas die Motivation", gibt Kneidl zu. Allerdings seien auch am Dienstagmorgen noch 15 eiserne Aktive erschienen, als er den fünften Alarm auslöste. "Es ist halt unser Hobby."

Aber nicht nur mit den eigenen Leuten ist der Kommandant zufrieden, auch die Zusammenarbeit der rund 80 Feuerwehrleute aus Kemnath, Grafenwöhr, Zessau-Weihersberg, Troschelhammer, Zintlhammer, Atzmannsberg und Schwarzenbach habe hervorragend funktioniert, ebenso wie mit dem Forstbetrieb und der Polizei. Das war nötig, denn auch logistisch war der Einsatz eine Herausforderung. Im abgelegenen und unzugänglichen Wald war es schon schwer, die Brandstelle zu finden.

Zudem pendelten fünf Tankfahrzeuge, um das Löschwasser zum Einsatzort zu bringen. 150 000 Liter Wasser waren letztlich nötig, dazu kam der Regen. Ohne den wäre der Einsatz vermutlich noch immer nicht vorbei, zumindest weiter eine Brandwache nötig. Diese Aufgabe leistete ebenfalls die Pressather Wehr im Wechsel mit dem Staatsforst. Inzwischen ist sie abgezogen.

Beschwerde wegen RuhestörungSommer, Sonne, Einsatzalarm: Die Aktiven der Wehr verbrachten ihren Sonntag statt in der Eisdiele im verqualmten Wald, um schlimmeres zu verhindern. Und zum Dank gab es: eine Beschwerde wegen Ruhestörung. Das Löschwasser brachten Tanklöschfahrzeuge unter anderem vom Hydranten am Feuerwehrhaus zur Brandstelle. Weil dort nun einiger Betrieb herrschte, ging bei der Stadt eine Beschwerde ein. "Darüber haben wir uns wahnsinnig geärgert", erklärt Kommandant Andreas Kneidl.
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