Gemeinderatssitzung in Pressath

Nicht nur das Haus der Vereine, auch der Spielplatz davor bedarf der Erneuerung. Bild: ak
Vermischtes
Pressath
14.12.2015
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Eine deutliche Aufwertung erhält das Pressather Stadtzentrum. Neben dem Haus der Vereine wird auch der sich anschließende Spielplatz erneuert und aufgerüstet. Gespannt sein darf man ob seiner altersstufigen Ausrichtung.

Zur letzten ordentlichen Ratssitzung des ablaufenden Jahres hieß Bürgermeister Werner Walberer das Gremium, Architekt Klaus-Dieter Stiefler aus Bayreuth sowie Kinder der vierten Klasse der Grundschule mit ihren Eltern willkommen. Der im Jahr 1970 angelegte Spielplatz zwischen der Schul- und von-Zettwitz-Straße soll umgebaut und neu eingerichtet werden. Das Gemeindeoberhaupt erläuterte, dass nicht nur das Raum- sondern auch das Spielgerätekonzept in die Jahre gekommen ist.

Barrierefreier Umbau


Der Spielplatz sei zentraler Treffpunkt für Kinder und Jugendliche zwischen Stadtkern, Wollauer Straße und dem Siedlungsgebiet Baumgarten. "Die Auffrischung unseres zentralen Spielplatzes passt zur brandschutztechnischen Ertüchtigung und Fassadenerneuerung unseres direkt daran anschließenden Haus der Vereine (HdV). Sowohl Kleinkinder, Jugendliche als auch Senioren sollen sich darin wohlfühlen, spielen und körperlich ertüchtigen können", erklärte Walberer.

Das Gelände samt HdV wird barrierefrei umgebaut. Architekt Stiefler erläuterte seine Planung. Nicht nur das Gelände selbst, sondern auch Spielgeräte und vor allem die befestigten Oberflächen sind aufgrund ihres Alters zu erneuern. "Unser Ziel ist es, eine Verknüpfung zwischen dem HdV und dem geplanten Mehrgenerationenspielplatz herzustellen. Dazu gehören barrierefreie Zugangswege, Behindertenparkplatz und unterschiedliche altersgerechte Spiel- und Fitnessgeräte für Bürger von 2 bis über 80", erklärte Stiefler. Er erläuterte, dass das HdV einen behindertengerechten Zu- und Eingang, neue Fensterfronten und einen Rettungsweg erhält.

Der Hauptzugang wird Richtung von-Zettwitz-Straße angelegt. Sowohl Zugang als auch alle Wege werden schwellenfrei ebenerdig hergestellt. Dort entsteht auch ein Schwerbehinderten-Parkplatz. Die Einfriedung wird dazu angepasst und anstelle der bisherigen eine neue Pflegezufahrt von der von-Zettwitz-Straße durch herausnehmbare Zaunfelder geschaffen. Ziel der Umbaumaßnahmen ist auch ein ebenerdiger Zugang zum AWO-Bereich. Vor der mit einer neuen Fensterfront aufgepeppten Ostfassade soll eine Terrasse für Senioren geschaffen werden. Sie wird Blickkontakt zum Kleinkinderspielbereich mit Sandspielschiff, Schaukel- und Federwippgeräten bieten.

Das vollkommen neu herzustellende kleine Basketballfeld soll künftig mit neuen Spielgeräten eingerahmt werden. Dabei wird an einen Piratenturm und Vogelnetzschaukel, Artistenböcke oder Räuberleiter gedacht. Im schattigen Bereich an der Schulstraße sollen Bewegungsgeräte für Senioren angeordnet, das Basketballfeld mit einer neuen Tartanoberfläche versehen werden. Hinzu kommen rundum Sitzbänke. "Der Mehrgenerationenplatz soll mit Mobilitätsgeräten für Senioren in Form von Bein-, Schulter-, Rücken- oder Lauftrainer ausgestattet werden. Unser Entwurf ist ein Grobkonzept. Über die Art und Anzahl der Spielgeräte kann diskutiert werden", berichtete Stiefler.

Kosten: 190 000 Euro


Die Kosten der Neuanlage des Spielplatzes betragen rund 190 000 Euro. Die größten Ausgabenposten sind die Oberfläche des Basketballplatzes und die Spielgeräte. In der Diskussion wurde angeregt, den Basketballplatz mit einem zweiten Korb und den Spielplatz auch mit Spielgeräten für junge Erwachsene auszustatten. Der Nebeneingang zur Schulstraße hin sollte erhalten bleiben. Der Wunsch, auf Holzspielgeräte zwecks Haltbarkeit zu verzichten, wird berücksichtigt.

Weitere WünscheWeitere Wünsche waren, das Gehwegumfeld mit zu sanieren und den großen schattenspendenden Baumbestand weit möglichst zu erhalten. Zudem sollte ein Fußweg entlang der Terrasse zu den Spielbereichen führen. Die Stadt hat gute Chancen, mit Fördermitteln der Regierung der Oberpfalz finanziell unterstützt zu werden. Der Spielplatz ist Bestandteil des Konzeptes zur interkommunalen Zusammenarbeit. Zur Finanzierung erklärte Walberer, dass der Zuschussantrag für das HdV bereits gestellt wurde und für den Spielplatz eingereicht wird. Bauzeitraum ist 2016 und 2017. Als Spielplatzpate stellt sich der SPD-Ortsverein weiter zur Verfügung. Walberer forderte dazu auf, dass sich Bürger auch für die Pflege der weiteren Spielplätze zur Verfügung stellen. Der Stadtrat stimmte der Planung zu. (ak)
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