Geschenke für die jüngsten Bürger
Willkommen nicht nur mit Worten

Um zehn Kinder verjüngte sich die Pressather Bevölkerung im vergangenen Halbjahr. Hierfür dankte die Stadt (von rechts: zweiter Bürgermeister Max Schwärzer, Bürgermeister Werner Walberer) den mutigen Eltern. Bild: bjp
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Pressath
21.07.2016
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Einen "Babyboom" hatten Standes- und Meldeamt im ersten Halbjahr 2016 zwar nicht zu registrieren: Aber immerhin verjüngte sich die Pressather Bevölkerung um sechs Mädchen und vier Buben.

Darüber freute sich auch Bürgermeister Werner Walberer, der mit seinem Kollegen Maximilian Schwärzer und Vertretern der Feuerwehren Pressath und Riggau die jüngsten Stadtbürger mit ihren Eltern zu einem Empfang ins Dostlerhaus einlud. Vor sieben Jahren beschloss der Stadtrat, den kleinsten Pressathern 100 Euro als Begrüßungsgeld in die Wiege zu legen. Dazu gibt es einen Rauchmelder und ein Baby-Kapuzenbadetuch.

Anerkennung für Mut


Dies sei als Willkommensgruß für die Kinder und Anerkennung für den Mut der Eltern zu verstehen, unterstrich Werner Walberer: "Alle reden davon, dass Kinder willkommen seien. Wir wollen das nicht nur mit Worten ausdrücken." Jedes Kind bedeute ein Stück mehr Zukunft für die Stadt und die Welt und sei das probateste Mittel gegen den vielbeklagten "demografischen Wandel".

Um jungen Menschen die Entscheidung für Familie und Kinder zu erleichtern, wolle man die Bemühungen fortsetzen, Pressath zu einer noch kinder- und familienfreundlicheren Stadt zu machen. Der von der Stadt mitfinanzierte katholische Kindergarten biete auch eine Kinderkrippe mit drei Krippengruppen: "Dort werden zurzeit mehr als 90 Kinder betreut."

Mit fast 300 000 Euro habe sich die Stadt im Vorjahr an der Betreuung von Vorschulkindern beteiligt. Gut aufgestellt sei auch die Grund- und Mittelschule, die seit dem Schuljahr 2015/16 am bayerischen Modellprojekt "Offene Ganztagsschule" teilnehme. Nicht zu vergessen seien eine Eltern-Kind-Gruppe und die vielseitigen Angebote der Vereine für Kinder und Jugendliche.

Sinn und Handhabung des Rauchwarngeräts, das als Denkanstoß und Erinnerung an die ab 2018 für alle Wohnungen geltende Rauchmelderpflicht gedacht ist, erklärte der Vorsitzende der Feuerwehr Riggau, Albert Panzer. Vor allem nachts, wenn der Geruchssinn im Schlaf ausgeschaltet sei, bewahren die Warngeräte mit unüberhörbarem Alarm vor dem Erstickungstod durch Rauchgase, die schon nach kurzer Zeit tödlich wirken.

Nachwuchs für Wehr


Wer Fragen zu Montage und Bedienung der Warngeräte habe, könne sich an die sieben Feuerwehren der Stadt wenden, bot Panzer an. Auch werde man sich freuen, wenn die neuen Stadtbürger, egal ob Mädchen oder Jungen, irgendwann bei den Jugendfeuerwehren anklopften.
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