Grund- und Mittelschule: Georg Anzer und Gerda Siebenweiber in den Ruhestand verabschiedet
Pädagogen mit Leib und Seele

Schulleiterin Ulrike Neiser (links) und Bürgermeister Werner Walberer (Zweiter von rechts) verabschiedeten Gerda Siebenweiber und Georg Anzer (Zweite und Dritter von links) in den Ruhestand. Bild: nn
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Pressath
30.07.2016
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Schulleiterin Ulrike Neiser (links) und Bürgermeister Werner Walberer (Zweiter von rechts) verabschiedeten Gerda Siebenweiber und Georg Anzer (Zweite und Dritter von links) in den Ruhestand. Bild: nn

Zwei Urgesteine der Schule, die zusammen mehr als 80 Berufsjahre absolviert haben, wurden am Donnerstag in den Ruhestand geschickt. Rektorin Ulrike Neiser charakterisierte sowohl ihren Stellvertreter Georg Anzer als auch Förderlehrerin Gerda Siebenweiber als Pädagogen mit Leib und Seele, die in mehr als 40 Jahren deutlich ihre Spuren hinterlassen haben.

Die Schulleiterin bezeichnete Anzer als Lehrer, der jungen Menschen dabei geholfen habe, sich selbst und die Welt besser kennenzulernen. "Du hast die Schüler gefördert, aber auch gefordert. Wie gut dir das gelungen ist, beweist der letzte Abschlussjahrgang, in dem drei der besten Absolventen des gesamten Landkreises waren."

Neiser nannte ihren Stellvertreter einen konsequenten, hartnäckigen, berechenbaren und verantwortungsbewussten Lehrer. "Die Schüler haben dich gemocht und die Eltern waren glücklich, wenn du ihre Kinder als Klassenleiter bekamst." Die Rednerin lobte auch die Verdienste Anzers als Konrektor für die Schule. Sie nannte die Begriffe Schulstruktur, Stundenplan, Schulentwicklung, Vertretungen, Erstellung von Zeugnisvorlagen und Teilnahme an Verbundssitzungen. "In der Funktion als Konrektor habe ich dich als absolut loyal und zuverlässig erlebt. Du warst immer offen und hilfsbereit, hast nie den Machtmenschen spüren lassen und warst immer und vor allem Kollege", charakterisierte die Rektorin ihren Stellvertreter. "Daher fällt der Abschied sehr schwer, denn als Stütze der Schule hast du deine ganze Kraft für sie eingesetzt."

Abschied galt es ferner von einer weiteren "Institution" der Schule zu nehmen. Über 40 Jahre lang sei Förderlehrerin Gerda Siebenweiber unverzichtbarer Bestandteil der Bildungseinrichtung gewesen. Oft war sie Feuerwehr vom Dienst, wenn es irgendwo "brannte" und Lehrer vertreten werden mussten. "Du warst Lehrerin, Sozialarbeiterin, Erzieherin, Künstlerin, Sportlerin, Organisatorin und Vertraute - eben ein Multitalent", betonte Neiser. Individuell habe Gerda Siebenweiber gefördert und unterrichtet. Als Erzieherin habe die Scheidende Werte wie Höflichkeit, Pünktlichkeit und Anstand vorgelebt und glaubwürdig vertreten.

Als weitere Tätigkeitsfelder nannte Ulrike Neiser den Weihnachtsbasar, Theater, Kunstaktionen, Schwimmen, Schulfruchtprogramm und Schüleraustausch mit Ungarn. "Deine Verlässlichkeit, Einfallsreichtum und Kreativität werden uns ebenso fehlen wie deine aufmunternden und liebenswürdigen Worte. Deine allgegenwärtige Rastlosigkeit gehörte einfach zu unserer Schule dazu." Auch der Förderlehrerin Gerda Siebenweiber wünschte die Schulleiterin Gottes Segen, Gesundheit und die Muße, die gewonnene Zeit auszukosten.

An beide Ruheständler überreichte Neiser Präsente und ein Bäumchen, an dem die guten Wünsche aller Kollegen verewigt waren. Anzer und Siebenweiber bedankten sich für die langjährige tatkräftige Unterstützung. "Unsere Zeit an der Pressather Schule war zum überwiegenden Teil sehr schön und das lag nicht zuletzt daran, dass die Mannschaft passte. Mit euch wurde uns das Leben leichter gemacht, aber wir sind nicht böse, dass es jetzt vorbei ist."

Dankesworte sprachen auch Bürgermeister Werner Walberer und Elternbeiratsvorsitzender Andreas Reindl. Auch die Abschlussklasse Anzers sagte Lebewohl. Einen musikalischen Gruß mit dem Titel "Zwei Lehrer verlassen die Schule" (My boney is over the ocean) übermittelte der Lehrerchor den beiden angehenden Pensionisten. Musikalisch und mit Präsenten verabschiedete sich auch eine Schülergruppe aus der 6. Klasse mit dem Titel "Sie sind das Beste, was uns je passiert ist."
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