Helferzahl verdoppelt sich
Helferkreis Asyl sucht pensionierte Lehrer für Sprachkurse

Zusammenrücken musste der Helferkreis am Montag im TSV-Sportheim. Mit 20 Teilnehmern kamen doppelt so viele wie bei der Gründung im Dezember. Darüber freuten sich Bürgermeister Werner Walberer (Siebter von rechts) und der evangelische Pfarrer Dr. André Fischer (Zweiter von rechts), besonders aber Initiatorin Gudrun Raab (links). Bild: mng
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Pressath
13.01.2016
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Der Ärger um die Silvesternacht hat die Hilfsbereitschaft scheinbar nicht geschmälert. 20 Interessierte sind am Montag zum zweiten Treffen des Helferkreises Asyl um Gudrun Raab gekommen. Bei der Gründung war es nur die Hälfte. Aktuell leben 59 Asylbewerber in Pressath, ihnen möchte der Helferkreis die Integration und den Alltag erleichtern.

"Jeder ist herzlich willkommen", betonte Raab. Besonders Kindern möchte die Sozialbetreuerin den Start im neuen Land erleichtern: Für Sprachkurse wäre pädagogische Erfahrung wichtig, deshalb möchte sie pensionierte Lehrer ansprechen. "Flüchtlingskinder haben ein Recht auf Kindergarten und Schule. Was ist aber, wenn keine Plätze frei sind?", lautete Raabs Frage an Bürgermeister Werner Walberer. Der versprach sich schlau zu machen, ob von den übrigen Beschäftigungsschlüsseln für das Personal abgewichen werden dürfe. "Flüchtlings-Kinder brauchen besondere Betreuung, die zunehmende Zahl mache den Schulen inzwischen Probleme." Raab regte an, die oft traumatisierten Flüchtlingskinder unabhängig vom Alter in einer Gruppe in einem eigenen Klassenzimmer zu unterrichten.

Ein großes Anliegen ist Raab die Kleiderkammer im alten Bahnhof. Hierfür seien noch Helfer nötigt, die die Räume in Ordnung halten und Ware einsortieren. Die Kammer soll wöchentlich oder vierzehntägig öffnen. "Das Angebot steht nicht nur Asylbewerbern offen, jeder Bedürftige kann dort Kleidung, Spielsachen, Haushaltsbedarf, Fahrräder und mehr erwerben", hob Raab hervor.

Den Helferkreis Asyl gibt es seit Dezember. Die Mitglieder aus Pressath und der Umgebung haben sich das Ziel gesetzt, Flüchtlinge zu begleiten sowie am sozialen und kulturellen Leben teilhaben zu lassen. Sie wollen Kinder, Frauen und Männer unterstützen, bis sie "auf eigenen Füßen" stehen können. Das nächste Treffen soll es am Montag, 15. Februar, um 19 Uhr im Kolpingheim geben. Informationen erteilt Gudrun Raab, Telefon 09644/1002.
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