Hilfe mit Hosen,Jacken, Pullis
Arbeitskreis Asyl eröffnet Kleiderkammer

Die Regale und Tische sind voll, die Mitglieder des Helferkreises Asyl haben aber noch nicht alle Kartons ausgepackt. Sie hoffen, dass sich bei der Eröffnung der Kleiderkammer am nächsten Mittwoch die Regale bald leeren und sie die restlichen Schachteln auspacken können. Bild: hfz
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Pressath
17.02.2016
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In einer Woche ist es so weit: Dann wird die Kleiderkammer in Pressath eröffnet. Das haben die Mitglieder des Helferkreises Asyl bei ihrem Treffen am Montag entschieden.

Am Mittwoch, 24. Februar, haben Asylbewerber und sozialschwache Pressather die Gelegenheit, zwischen 16 und 17.30 Uhr am Pressather Bahnhof günstig Kleidung zu kaufen. "Wir wollen die Möglichkeit auch Pressathern lassen, die Hilfe brauchen", sagt Gudrun Raab, Helferin der ersten Stunde. "Uns ist wichtig, dass kein Separatismus entsteht."

Zwischen 50 Cent und 2 Euro sollen die Kleidungsstücke kosten. Die Erlöse aus dem Verkauf sollen wieder dem Helferkreis zugute kommen, erklärt Raab weiter. Und zwar für Projekte, die die ehrenamtlichen Helfer noch so planen. Unter anderem soll das Geld für beispielsweise Lehrmaterial verwendet werden.

Einmal in der Woche zu den oben genannten Zeiten soll die Kleiderkammer dann geöffnet sein, "damit eine gewisse Kontinuität" entsteht. Während dieser Zeit können dann auch Spenden abgegeben werden. Dringend gesucht sind Fahrräder für Kinder und Erwachsene - und Helfer, die gegebenenfalls die Räder reparieren können.

Noch eine weitere Idee schwebt der Initiatorin vor: Ein Begegnungscafé soll die Möglichkeit bieten, die Asylbewerber, die in Pressath leben, besser kennenzulernen. Dabei kann sich Raab auch vorstellen, gemeinsam zu kochen. Sie weiß: "Nur durch Begegnung wird eine gewisse Distanz abgebaut." Sie möchte den Asylbewerbern "ein Gesicht geben". Gelegenheit dazu soll eben die Begegnung in lockerer Atmosphäre bieten. Wichtig sei ihrer Meinung nach auch, die Problematik der Menschen kennenzulernen. Ein "Miteinander aufzubauen" sei außerdem wichtig, um eine Eskalation gar nicht erst aufkommen zu lassen.

Kleiderkammer, das "Coachen" in Sprache und Schrift sowie das Begegnungscafé sind die Ideen, die Gudrun Raab in Pressath etablieren möchte. Für Letzteres sind auch "Anregungen aus der Bevölkerung willkommen", betont sie. "Kommt zu uns", appelliert sie an die Pressather. "Jeder braucht nur so viel beitragen, wie er sich leisten kann."

Das nächste Treffen ist für Montag, 14. März geplant. "Wir freuen uns über jeden, der vorbeischaut", sagt Raab. Händeringend gesucht sind auch Bürger, die Patenschaften für Asylbewerber übernehmen, pensionierte Lehrer sind für den Unterricht ebenfalls willkommen.
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