IG Metall sieht dringenden Handlungsbedarf bei der Pressather Firma Lippert
Ohne Tarif finanziell schlechter gestellt

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Pressath
22.04.2016
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Mit einer Flugblattaktion zeigte die IG Metall Amberg die Nachteile für die etwa 250 Beschäftigten auf: Da kein Tarifvertrag gilt, verdienen die Mitarbeiter der Pressather Firma Lippert hochgerechnet etwa 370 Euro im Monat weniger als Beschäftigte in einem Unternehmen mit tariflicher Bindung.

Auch Auszubildende in der Firma sind im Vergleich finanziell schlechter gestellt. "Betriebe dieser Größe ohne Tarifbindung sind in unserer Region die absolute Ausnahme", betonten Udo Fechtner, zweiter Bevollmächtigter der IG Metall Amberg, sowie Fachsekretär Matthias Scherr bei einem Pressegespräch.

Harald Klösel, der Vorsitzende des Betriebsrats, und dessen Stellvertreterin Andrea Möschter sehen ebenfalls dringenden Handlungsbedarf beim Thema Tarifvertrag. "Ein Schritt in die richtige Richtung wäre schon einmal ein Haustarifvertrag", erklärte Klösel. Denn auch einen solchen gibt es in dem Pressather Unternehmen nicht.

Niemand erwarte, dass "von jetzt auf gleich" die vorhandenen Lohndiskrepanzen ausgeglichen werden, sagte Möschter. "Aber zumindest sollte man die Frage in Gesprächen angehen", ergänzte Klösel. In der nächsten Woche wird es eine Betriebsversammlung geben, in der das Thema Tarifvertrag diskutiert werden soll.
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