Jagdpacht verlängert
Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Friedersreuth

Vermischtes
Pressath
23.02.2016
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Auf ein ruhig verlaufendes Jahr blickte die Jagdgenossenschaft Friedersreuth zurück. Vorsitzender Josef Fütterer zog eine überwiegend positive Bilanz, auch wenn das Schwarzwild schon seit Jahren ein "großes Thema" ist, das einiges Kopfzerbrechen verursacht.

Friedersreuth. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass die Schwarzwildpopulation und die Jagd auf diese Tiere breiten Raum in der Diskussion einnahmen. Fütterer, Kreisvorsitzender des Bayerischen Bauernverbandes, wies darauf hin, dass bei einem Termin bei Landrat Andreas Meier im Mai 2015 das Thema Nachtsichtgeräte angesprochen worden war. Meier hatte damals darauf verwiesen, dass für den Einsatz eine Erlaubnis des Bundeskriminalamts (BKA) notwendig sei und nur in Ausnahmefällen für ein einzelnes Jagdrevier der Landkreis. Allerdings müsse nachgewiesen werden, dass über Jahre hinweg große Schwarzwildschäden angefallen sind.

Da die Jagdgenossen in Friedersreuth aus Kulanzgründen seit Jahren schon auf Entschädigungen bei Schwarzwildschäden verzichtet haben, kann diese Voraussetzung für die Genehmigung nicht erfüllt werden. Dieser Aussage widersprach Jagdpächter Manfred Träger vehement. Er unterstrich, dass "die Möglichkeit, die Sauen zu bejagen, kastriert wird". Das BKA werde von den Politikern als Alibi vorgeschoben und verzerre die Tatsachen, betonte er. "Ohne Nachtsichtoptik kann das Problem der Sauen nicht gelöst werden", unterstrich er.

Vorsitzender Fütterer ging auf das Verbissgutachten ein, das für die Hegegemeinschaft Parkstein erstellt wurde. Laut diesem liegt der Rehwildabschuss im Rahmen und muss nicht erhöht werden. Weiter erinnerte Fütterer an eine Flurbegehung, bei der sich herausgestellt habe, dass sich die Verwendung des Jagdpachtschillings für den Wegebau und die Grabenreinigung bestens bewährt hat. Weiter rief er das "Walzenfest" des Jagdpächters in Erinnerung. Fütterer beendete seine Ausführungen mit einem herzlichen Dank an die Pächter und Jagdgenossen für die gute und reibungslose Zusammenarbeit. Einen besonderen Dank sprach er dem "Personal" des Feuerwehrhauses für die Bewirtung und den Jagdpächtern für die Spende des Jagdessens aus.

Ohne Diskussion wurde der Vorschlag des Vorstands hinsichtlich der Verwendung des Pachtschillings angenommen. Dieser wird wie schon in den Vorjahren auch wieder für den Wegebau und die Grabenreinigung verwendet. Keine lange Aussprache gab es auch über den Antrag der Jagdpächter auf Verlängerung und Änderung des Pachtvertrags. Träger hatte mit seinem Sohn schriftlich um eine weitere zwölfjährige Verpachtung gesucht. Als Pachtpreis wurden wieder 3,50 Euro pro Hektar angeboten. Mit diesem Preis ist auch der anfallende Wildschaden abgegolten. Die Versammlung kam einstimmig überein, den Pachtvertrag über den April 2017 hinaus auf weitere zwölf Jahre zu verlängern.

Stadtpfarrer Edmund Prechtl und Bürgermeister Werner Walberer würdigten das gute Verhältnis zwischen den Jägern und den Jagdgenossen. Walberer bezeichnete die neuerliche Verpachtung an Manfred und Bastian Träger als "Win-Win Situation" für beide Partner.
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