Jahresauftaktfeier der BRK-Bereitschaft Pressath

290 Euro hatten die Mitglieder der Rotkreuz-Bereitschaft als Weihnachtsspende für die Kinderkrebshilfe Oberpfalz-Nord gesammelt. Das Geld übergab stellvertretende Bereitschaftsleiterin Andrea Fürst an Vorstandsmitglied Hartmut Ordnung, der auch Katastrophenschutzbeauftragter beim BRK-Kreisverband ist. Bilder: bjp (2)
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Pressath
26.01.2016
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Wie kommt der Zwanziger in die Zitrone? Nicht nur Anni Priebe, Fachdienstführerin für Soziale Fragen beim BRK-Kreisverband, staunte über Marius Koslowskis Fingerfertigkeit.

Geldspenden für soziale Zwecke sind die übliche Art, sich zu engagieren. Bei der BRK-Bereitschaft in Pressath gab es neben einer solchen noch eine andere Art der Überraschung.

Wer selbst Zeit und Kraft für seine Mitmenschen drangibt, weiß auch die gemeinnützige Arbeit anderer wertzuschätzen: Bei der Jahresauftaktfeier im DJK-Heim (wir berichteten) übergab Andrea Fürst eine 290-Euro-Weihnachtsspende der Bereitschaftsmitglieder für die Kinderkrebshilfe Oberpfalz-Nord an Hartmut Ordnung, den Kassenwart der Hilfsorganisation und Katastrophenschutzbeauftragten beim BRK-Kreisverband Weiden/Neustadt.

Die Anregung sei von "unseren flotten Mädels", den weiblichen Aktiven der Rotkreuzbereitschaft, ausgegangen, verriet die stellvertretende Bereitschaftsleiterin und betonte: "Alle unsere Mitglieder haben gern ihre Geldbörsen für eine Spende gezückt, denn bei euch ist das Geld in guten Händen." Eine Art "Spende" für die Rotkreuzgruppe hatte Marius Koslowski mitgebracht: Mit schwarzem Anzug, flinken Fingern und kessem Mundwerk zog der Nachwuchs-Illusionskünstler die Festgäste eine Dreiviertelstunde lang in seinen Bann.

Dass den 16-jährigen Pressather nicht nur Talent als Magier und Musiker, sondern auch Verantwortungsbewusstsein auszeichnet, belegte die "Vorgeschichte" des Auftritts. Bereitschaftsleiter Thomas Rauch hatte ihn für diesen Abend gewonnen, als Koslowski an einem Erste-Hilfe-Kurs teilgenommen hatte. Mehr Aufmerksamkeit für die ehrenamtlichen Helfer des Roten Kreuzes wünschte sich Stadtpfarrer Edmund Prechtl in seinem Grußwort: "Wer zu einem solchen Dienst Ja sagt, könnte auch Nein sagen. Dass er das nicht tut, sollte viel mehr geachtet und gewürdigt werden."

Wie schon bei der Messe für die verstorbenen Pressather Rotkreuzkameraden, die der Jahresfeier vorausging, dankte Prechtl den Sanitätern nochmals für ihren Bereitschaftsdienst bei vielen Veranstaltungen. Stadtverbandsvorsitzender Christian Panzer schloss sich diesem Dank an.

Die Stadt weiß, was sie an euch hat.Bürgermeister Werner Walberer

Auch Bürgermeister Werner Walberer lobte die Gruppe für ihre "unermüdliche Arbeit von unschätzbarem Wert" und bedauerte die aus Sicherheitsgründen verfügte Schließung des Hauses der Vereine und damit auch des Rotkreuzraums. Das Stadtoberhaupt versprach ein baldmögliches Ende des "Exils": "Die Stadt weiß, was sie an euch hat."

Zuverlässigkeit und Schnelligkeit nannte schließlich BRK-Kreisgeschäftsführer Franz Rath als Markenzeichen der "Pressather Supertruppe", der er die Unterstützung des Kreisverbands bei der geplanten Rotkreuzraum-Renovierung zusagte. Mit einem geruhsamen Jahr für seine Organisation rechnete Rath nicht: "Der Flüchtlingszustrom wird uns auch weiterhin in die Pflicht nehmen."

Der Flüchtlingszustrom wird uns auch weiterhin in die Pflicht nehmen.BRK-Kreisgeschäftsführer Franz Rath

Nicht vergessen wurden bei der Ehrung treuer aktiver Mitglieder Bernhard Knöfel (60 Dienstjahre, goldene Ehrennadel), Isolde Hey (30 Dienstjahre), Christian Bösl (15 Dienstjahre) und Johannes Rauch (10 Dienstjahre), die nicht zum Festabend hatten kommen können.
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