Jahreshauptversammlung der Wanderfreunde
Auch Hauptversammlung muss "wandern"

Auf festem Fundament gehen die Pressather Wanderfreunde in die Zukunft: Zufrieden zeigte sich Vorsitzender Albert Ficker über die Vereinsentwicklung. Bild: bjp
Vermischtes
Pressath
23.02.2016
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Diese "Wanderschaft" hätte sich der Verein gern gespart: Nicht im "Wanderheim", sondern im Gasthof Heining trafen sich die Wanderfreunde Pressath. Die vom Landratsamt aus Sicherheitsgründen veranlasste Schließung des Hauses der Vereine (wir berichteten) zwang sie wie auch andere Organisationen ins zeitweilige "Exil".

Dem Tatendrang der "Wandervögel" tat dies keinen Abbruch, wie der Bericht des Vorsitzenden Albert Ficker belegte. Mit Eifer plant der Verein seinen 41. Internationalen Wandertag mit Begleitprogramm zum Thema "Vielfalt der Natur erleben", der am 21. und 22. Mai wieder Hobby-"Tippler" in vierstelliger Zahl anlocken soll. Besonders freute den Vorsitzenden, dass die Einteilung der Mitarbeiter für die Wandertagsorganisation wie am Schnürchen klappte, und er auf zahlreiche bewährte Helfer zählen kann.

1700 Teilnehmer


Eine kunstvolle Porzellan-Medaille, Wurst- und Brotzeitkörbe als Pokale und vor allem drei neue Routen mit 5, 10 und 20 Kilometern Länge sollen wiederum Anreize setzen. "Wir folgen nicht dem Beispiel anderer Vereine, die auf die 20-Kilometer-Strecke verzichten, weil sich deren Abmarkung angeblich nicht lohnt, denn wir haben andere Erfahrungen gemacht", unterstrich Ficker. Im Rückblick auf den vergangenen Jubiläumswandertag mit erfreulichen 1700 Anmeldungen galt sein Dank Bürgermeister Werner Walberer, der "als Schirmherr für ein Superwetter gesorgt hat", sowie den "Sanis" von der Rotkreuzbereitschaft, den Pokalspendern und nicht zuletzt den Kuchenspenderinnen: "Kaffee und Kuchen sind ja eine Haupteinnahmequelle beim Wandertag."

Keinen Grund zur Klage habe es ebenfalls beim sechstägigen Vereinsausflug nach Spindlermühle im Riesengebirge gegeben, wo die Teilnehmer auch die üppige böhmische Küche genossen hätten: "Wer da nichts für sich findet, dem ist nicht zu helfen." Ein Tagesausflug "im voll besetzten Bus" habe im September nach Kelheim, Weltenburg und Regensburg geführt. Der eigentliche Jahreshöhepunkt sei das Fest zum 40. Gründungstag am 3. Oktober im Pfarrsaal gewesen, zu dem fast alle noch lebenden Gründungsmitglieder erschienen seien: "Ein Jahr Vorbereitungszeit hat in dieser Feier gesteckt." In guter Erinnerung sei schließlich die bestens besuchte Weihnachtsfeier im TSV-Sportheim geblieben.

Viele Termine


Bedauerlicherweise habe man das letztjährige Zeltlager wegen zu geringer Nachfrage absagen müssen, und das gleiche Schicksal ereile heuer den Vereinsausflug an den Neusiedler See. Tunlichst nicht verzichten wolle der Verein aber auf das Zeltlager vom 8. bis 17. August in Gleiritsch, zu dem zweiter Vorsitzender Anton Ficker bis zum 28. Februar Anmeldungen annehme. Der Emmausgang am 28. März habe Weihersberg zum Ziel, zuvor wolle man am 19. März wie in jedem Jahr das Krenfleischessen der Feuerwehr Troschelhammer besuchen. Auch beim Patrozinium am 24. April werden die Wanderfreunde nicht fehlen.

Isolde Zintl bot an, bei ausreichender Resonanz eine Tagesfahrt zu den "Hussenkrieg"-Festspielen in Neunburg vorm Wald zu organisieren, und bat Interessenten, sich bis 10. Mai bei ihr zu melden. In seinen Dank schloss Albert Ficker "Sternwirtin" Dora Kellner ein: Für die Zeit der Sperrung seines "Wanderheims" könnten die Dienstagstreffs in der Traditionsgaststätte beim Rathaus stattfinden.

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Weitere Informationen:

www.wanderfreundepressath.de

Keine Zukunftssorgen"Tempo vier km/h" ist an der Haidenaab noch immer ein "Renner": Erfreulicherweise, meinte Vorsitzender Ficker, drohe nicht das Schicksal wie etlichen anderen Wandervereinen, die sich in den vergangenen Jahren aufgelöst hätten. Schriftführer Walter Riedl bestätigte die solide Entwicklung: Dank dreier Neuaufnahmen sei die Mitgliederzahl auf 161 gestiegen.

" Wenn der Zusammenhalt weiter so bleibt, habe ich um die Zukunft unseres Vereins keine Angst", sagte Ficker. Bürgermeister Werner Walberer, der die Schirmherrschaft für den "Internationalen Wandertag" übernimmt, lobte das aktive Vereinsleben der Wanderfreunde und bat für die Schließung des Vereinshauses nochmals um Verständnis. In früheren Zeiten hätten Nutzungsgenehmigungen und Brandschutzvorschriften eine geringere Rolle gespielt als heute, doch wie sinnvoll die Verschärfung der Anforderungen sei, zeige der Fall Schneizlreuth.

Leider könne eine derart große Umbaumaßnahme nicht "von heute auf morgen" geplant und verwirklicht werden, gab Walberer zu bedenken. Genehmigungen und Fördergeldbewilligungen seien abzuwarten: "Die Stadt tut aber ihr Möglichstes, die Brandschutzsanierung im Laufe des Jahres komplett umzusetzen, und wird die betroffenen Vereine kontinuierlich über den Sachstand informieren."

Viele schöne Wandertage und "ein offenes Auge für die Schönheit der Schöpfung" wünschte Stadtpfarrer Edmund Prechtl den Hobbywanderern. Stadtverbandsvorsitzender Christian Panzer freute sich über deren Zusage, auch beim diesjährigen Bürgerfest den Ausschank zu übernehmen. (bjp)
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