Kartage in Pressath
„Was Holz uns sagen kann“

Rund 35 Pfarrangehörige kamen nach dem Gottesdienst in die Kapelle des Seniorenheims, um bei der Gründonnerstagsmeditation unter dem Motto "Was Holz uns sagen kann" zur Ruhe zu kommen. Bild: mng
Vermischtes
Pressath
29.03.2016
25
0

Vor dem erlösenden Oster-Wunder stehen Trauer und Leid von Gründonnerstag und Karfreitag. Auch in Pressath begingen die Christen die heiligen Tage. Zum Karfreitag wurde die Tragik des Todes Jesu spürbar. Licht ist ein Zeichen der Hoffnung. Deshalb trugen die Gläubigen kleine brennende Kerzen zum Altar. Die Kinder brachten ihre Fastenblume.

Am Gründonnerstag hatte der liturgischer Ausschuss eine Meditation im Zeichen des Kreuzes gestaltet. Holz - kantig, rau, ungehobelt, splitternd, verletzend und scharf. Das sind Merkmale des Kreuzes, an dem Jesus starb. Holz - ein Zeichen der Schuld, der Sühne und des Heils. Pastoralreferent Albert Neiser eröffnete die Meditation. Lektoren waren Renate Kneidl, Kornelia Höfer, Christine Reindl, Alfred Pravida und Martin Graser.

Rund 35 Pfarrangehörige folgten der Einladung in der Kapelle des Seniorenheims. Aus einer Legende entstammte die Geschichte eines Menschen, der sich beklagte, ein zu schweres Kreuz tragen zu müssen. Gott führte ihn daraufhin in einen Raum, wo alle Kreuze der Welt aufgestellt waren und forderte ihn auf, zu wählen. Doch jedes Kreuz hatte seine Eigenheiten: zwar dünn, aber lange, schwer wie Blei oder scharfkantig. Alle hatten etwas Unangenehmes. Als er doch ein passendes gefunden hatte, bemerkte er, dass es sein eigenes Kreuz war.

Jeder Teilnehmer erhielt anschließend ein kleines Holzscheit, um es in die Hand zu nehmen. Als Zeichen, dass Gott die Sünden wegnimmt und alle trotz ihrer Fehler annimmt, tauschten die Gläubigen mit ihrem Nachbarn in der Bank die Hölzer aus. Danach trug jeder sein Holzscheit, sein Kerbholz, zum Kreuz. Mit den Worten "Das Kreuz mit den Holzscheiten steht im Altarraum, als lebendiges Zeichen für unser Glaubensgeheimnis. In der Osternacht werden wir dann diese Holzscheite vor die Kirche tragen und sie dort als Osterfeier entzünden" und dem Schlusslied "Von guten Mächten treu und still umgeben" schloss Neiser die Meditation.
Weitere Beiträge zu den Themen: Pfarrgemeinderat Pressath (2)Pfarrei Pressath (12)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.